Osteoporose
Zusammenhänge, Diagnose und naturheilkundliche Therapie.
Wolfgang Nebmaier, Elisabeth Portmann
Preis: DM 89,00 EUR 45,51
Jetzt
bestellen!
Gebundene Ausgabe (1999) |
Aktiv kontra Osteoporose
Gudrun Paul, Violetta Schuba
Preis: DM 24,80 EUR 12,68
Taschenbuch - 125 Seiten (1997)
Hier
bestellen! |
 |
Hilfe bei Osteoporose.
Thorsten Dargatz
Preis: DM 29,80 EUR 15,24
Taschenbuch - 127 Seiten (1997)
Jetzt
bestellen! |
Osteoporose Von Dr. med. habil. Dr. Dr. K. J.
Probst
Unter Osteoporose versteht man eine Verminderung des Knochengewebes.
Allgemein wird auch noch ein Calcium-Mangel als ursächlich angeschuldigt,
weshalb auch die bereits vor Jahren von den amerikanischen Gesundheitsbehörden
empfohlene Menge an täglich aufzunehmendem Calcium von den meisten
Ländern übernommen wurden: Diesen Empfehlungen entsprechend sollte
jedermann 1000 mg Calcium pro Tag zuführen, Frauen in der Menopause
1500 mg pro Tag, vorzugsweise in Form von Milchprodukten (1).
Durch sogenannte Meta-Analysen, das heisst zusammenfassende Studien,
konnte diese mechanische Auffassung der Osteoporose inzwischen widerlegt
(2,3) und im Gegenteil in einem internationalen Vergleich gezeigt werden,
dass mit steigendem Konsum an Calcium bzw. Milchprodukten die Schenkelhalsbrüche
als Ausdruck einer Osteoporose sogar zunehmen (4).
Dennoch werden der Bevölkerung laufend neue Medikamente angedient,
anstatt die wahren Ursachen dieser Zivilisationskrankheit aufzuzeigen.
Dazu gehört auch die Hormonbehandlung mit Oestrogen, deren Nebenwirkungen
so lange als «günstiger Nebeneffekt» verkauft werden konnten,
bis eindeutig belegt wurde, dass diese Hormone krebsauslösend sind
(5). Auch die in der Behandlung der Osteoporose eingesetzten Fluoride sind
nach einer zusammenfassenden Beurteilung mehrerer Studien (6) zurückhaltend
zu bewerten. In einer kürzlich erschienenen Arbeit (7) wurde erneut
bestätigt, dass die Calcium-Aufnahme keinen Einfluss auf Schenkelhals-Frakturen
hat und darüber hinaus die übermässige Zufuhr von Magnesium,
Vitamin C und Eisen das Risiko eines Schenkelhalsbruchs sogar erhöht.
Ebenso konnten die Zivilisations-Schäden Alkohol (8), Kaffee (9,10),
Nikotin (11) und eine eiweissreiche Ernährung (12) als Risikofaktoren
für Osteoporose nachgewiesen werden. Schliesslich ergaben jüngst
veröffentlichte Arbeiten, dass der in den letzten Jahren steigende
Verbrauch an Kochsalz zu einem Verlust an Calcium über die Nieren
und damit zu einer verminderten Knochendichte führt (13,14).
Demgegenüber zeigt sich (15), dass nichtvegetarisch lebende Frauen
einen doppelt so hohen Knochenverlust haben, wie Frauen, die seit mindestens
20 Jahren vegetarisch leben. Calcium aus Pflanzen (16), insbesondere Kohl
(17) ist besser verwertbar, da die pflanzlichen Eiweisse weniger schwefelhaltige
Aminosäuren enthalten.
Neben der Ernährung beeinflusst auch die körperliche Aktivität
die Entwicklung der Knochenmasse. Eine finnische Studie (18) an Hochleistungssportlern
zeigte, dass die sportliche Aktivität während der Pubertät
von entscheidender Bedeutung ist, wobei ein Beginn des Trainings vor der
ersten Periodenblutung einen doppelt so grossen Trainingseffekt bewirkte.
Aber auch im späteren Lebensalter hat körperliches Training noch
eine positive Auswirkung auf die Knochendichte (19) und bietet damit, ebenso
wie die Ernährung, Schutz vor Osteoporose.
|
|