Calciummangel
| Sportmedizinische
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Erwachsene benötigen ca. 800mg Calcium pro Tag. Schwangere und Stillende sowie Kinder und Jugendliche im Wachstum benötigen etwas mehr. Der Calciumgehalt des Körpers wird zusammen mit Phosphat über komplizierte Mechanismen, an denen die Niere, Hormone aus Schilddrüse und Nebenschilddrüse, Vitamin D und der Knochenstoffwechsel beteiligt sind, im Gleichgewicht gehalten. Ein 60kg schwerer menschlicher Körper beinhaltet ca. 1,1kg Kalzium, davon 99% in den Knochen und Zähnen. Das restliche 1% wird für andere vitale Funktionen wie Leitung der Nervenimpulse, Muskelkontraktion usw. gebraucht. Wird dieses vitale 1% nicht täglich mit der Nahrung zugeführt, wird das Kalzium aus den Knochen entzogen. Kalzium ist notwendig für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Gaumen und verhindert die Einlagerung von Blei. Es hilft bei der Regulation des Herzrhythmus, Transport der Nervenimpulse, erniedrigt den Cholesterinspiegel, beugt Darmkrebs und Herzkreislauferkrankungen vor, sorgt für die Durchlässigkeit von Zellmembranen, ist Teil fettverdauender Enzyme und der Struktur von DNA und RNA. Kalzium beugt Preeclampsie vor,dem Muttertod während der Schwangerschaft. ( - ) HCI Mangel, Über- und zu wenig körperliche Anstrengungen, Magnesium- und Calcium hat neben seiner wichtigen Funktion in der Regulation des Stoffwechsels eine zweite wichtige Bedeutung beim Aufbau von Knochen und Zähnen. Die Nahrungsmittel, die besonderes reich an Ca in einer leicht resorbierbaren Form sind, sind Milch und Milchprodukte und darunter besonders Hartkäse. Deshalb ist es recht problematisch, ohne Verwendung von Milch und Milchprodukten die empfohlene Zufuhr von etwa 800 mg Calcium pro Tag zu erreichen. Besonders wichtig ist eine gute Calciumversorgung bei Schwangeren, da diese einen erhöhten Bedarf haben. Auch sollten ältere Frauen, wegen ihres hohen Osteoporose-Risikos, auf eine ausreichende Calciumversorgung achten. Notwendig ist es dazu nicht, Unmengen an Milch zu trinken, sondern allein durch Verwenden eines halben Liters Milch bzw. entsprechender Milchprodukte (z.B. 50 g Hartkäse) kann, zusammen mit den anderen Lebensmitteln, eine ausreichende Zufuhr erreicht werden. Vitamin D / Calcium in der
Osteoporosetherapie Calcium ist enthalten in
Calcium ist im Körper wichtig für
Echter Calciummangel ist selten und kann auftreten bei
Folgen eines Calciummangels sind
Calciumüberdosierung führt zu
Vitamin D / Calcium
in der Osteoporosetherapie Johann D. Ringe Es gibt Calciumpräparate als Brausetabletten, Tabletten, Injektionslösung, Trinkampullen etc., häufig auch in Kombination mit Kalium, Magnesium oder Vitaminen.Zur Vorbeugung oder Behandlung von Allergien (Sonnenallergie) und Insektenstichen sollen mindestens 500mg pro Tag eingenommen werden. Zur Vorbeugung gegen Knochenschwund (Osteoporose) sind Dosen von ca. 1000mg täglich notwendig, wenn eine calciumreiche Ernährung nicht möglich ist. Achtung Bei einem Calcium-Mehrbedarf ist eine calciumreiche Ernährung der Einnahme von Calciumpräparaten vorzuziehen. Bei höheren Dosen, Langzeitbehandlung, Vorliegen anderer Erkrankungen oder Einnahme anderer Medikamente ist eine ärztliche Überwachung angeraten. Calcium ist verantwortlich für den Aufbau der Knochen, es verleiht ihnen Festigkeit. Im Knochen befindet sich ein Calcium-Phosphat-Komplex. Weitere wichtige Aufgaben sind: -beeinflußt die Erregbarkeit der Zellen und Muskeln, -wirkt auf die Herztätigkeit -wichtig für die Blutgerinnung Ein Mangel führt zu: Osteoporose, Osteomalazie gestörte Reizleitung schlechte Blutgerinnung Der Calciumhaushalt wird durch Hormone geregelt. Dies ist wichtig, denn die Blutgerinnung ist auf einen konstanten Blutcalciumspiegel angewiesen. Befindet sich zuwenig Calcium im Blut, wird es aus den Knochen ausgelagert. Das Hormon,das dafür verantwortlich ist, heißt Parathormon. Es wird in der Nebenschilddrüse gebildet und aktiviert u.a. Vitamin D. Es sorgt für die Calciumauslagerung aus den Knochen und die Rückresorption von Calcium aus der Niere.Das zweite Hormon, Calcitonin, ist ein Hormon der Schilddrüse. Es senkt den Blutcalciumspiegel, indem es dafür sorgt, daß Calcium in den Knochen eingelagert wird. Verschiedene Lebensmittel wirken sich hemmend bzw. fördernd auf die Calciumresorption aus: -hemmend: Oxalsäure (in Schwarztee, Rhabarber, Spinat) fettreiche bzw. eiweißreiche Nahrung Phytine (in Getreide) Phosphat Magnesium - fördernd: organische Säuren wie Citronensäure und Aminosäuren Lactose (Milchzucker) Vitamin D Calciumreiche Nahrungsmittel sind v.a. Milch und Milchprodukte, sowie Gemüse. Der von der DEG empfohlene Tagesbedarf liegt für Erwachsene bei 800 - 1000 mg. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Calcium in der Zahnmedizin: Das Land, in dem prozentual die meisten Parodontopathien vorkommen, ist Indien. Zugleich ist die Calcium-Versorgung der Bevölkerung denkbar schlecht. Allerdings ist der Erfolg einer Calciumzufuhr statistisch nicht belegt. Nach einer Studie war eine Calciumergänzung von 500mg 2x täglich über 6 Monate in der Lage, Entzündungserscheinungen zu lindern und locker sitzende Zähne zu festigen. Diese Studie war leider nicht plazebokontrolliert. Eine andere, placebokontrollierte Studie zeigt zwar ähnliche Resultate, das gleiche Ergebnis wurde aber auch in der Placebo-Gruppe erzielt. Es gibt histologische und radiologische Hinweise, dass eine Osteoporose den Kieferknochenverlust beeinflusst. So findet man unter Osteoporose-Patienten einen größeren Prozentsatz mit Zahnlosigkeit. Eine Calciumergänzung ist dann vermutlich in der Lage, die Geschwindigkeit eines Kieferknochenschwundes zu verringern, wenn es zusammen mit Vitamin-D verabreicht wird, wie aus mehreren Studien geschlossen werden kann.Werden die Tetracycline(Antibiotika) über den Mund (oral) zugeführt, sollten sie keinesfalls mit Milch eingenommen werden, da der Kalziumgehalt dieses Getränkes mit dem Arzneistoff einen nichtlöslichen Komplex bildet, welcher vom Körper nicht mehr verarbeitet werden kann. Kalzium sorgt für lückenloses Gebiss: Ein Grund mehr zum Lächeln: Wer täglich ausreichend Kalzium zu sich nimmt, kann seine Zähne getrost zeigen. Die empfohlene Dosis von 800 bis 1 000 mg pro Tag verringert das Risiko von Zahnfleischschwund – dem Hauptgrund für den Zahnverlust. Das ergab eine amerikanische Studie, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Periodontology“. Die Forscher werteten die Daten von 13 000 erwachsenen Männern und Frauen aus. Personen, die täglich weniger als 500 mg Kalzium einnahmen, zeigten doppelt so häufig Zahnfleischschwund und Erkrankungen des Zahnbetts wie fleißige Kalzium-Esser. Das galt besonders für Personen zwischen 20 und 40 Jahren. Ursache für die Zahnfleischerkrankungen seien Bakterien, die sich in den Zahntaschen sammelten, erklärte Robert Genco, Wissenschaftler von der New York State University, Buffalo. „Ist der Kieferknochen ausreichend durch Kalzium gefestigt, widersteht er vielleicht besser den heftigen Bakterienattacken“, vermutet der Forscher. (netdoktor.de, 02.08.2000)pd Parodontose: Erwachsene, die täglich mindestens drei Tabletten Kalzium zu sich nehmen, stärken damit ihr Zahnfleisch und damit dem Zahnfleischschwund. Das fanden amerikanische Forscher anhand einer Studie mit 14 000 Männern und Frauen heraus. Der Studie zufolge hatten Patienten, die weniger als 500 Milligramm Kalzium zu sich nehmen ein doppelt so hohes Risiko an Parodontose zu erkranken. (Welt am Sonntag, S. 35, 06.08.2000)mg
Zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen könnte Krebsrisiko erhöhen
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Kalzium und Bewegung gegen Knochenschwund : Wer Osteoporose - dem Knochenschwund – vorbeugen will, sollte täglich 45 Minuten Sport treiben und viel kalziumhaltige Nahrung zu sich nehmen. Darauf weist die in München erscheinende Zeitung Ärztliche Praxis hin. Um den Bewegungsbedarf zu decken, eignen sich demnach Sportarten wie Jogging, Walking, Wandern und Tanzen sowie ausdauerndes Spazierengehen. Kinder ab einem Jahr sollten laut der Zeitung täglich mindestens 800 Milligramm (mg) Kalzium zu sich nehmen, Jugendliche 1 200 mg, Erwachsene zwischen 25 und 65 Jahren 1 000 mg. Männer und Frauen über 65 Jahre benötigen mindestens 1 500 mg Kalzium pro Tag. Kalzium ist vor allem in Milch und Milchprodukten sowie in Grünkohl, Brokkoli, Fenchel und Lauch enthalten. Einige Mineralwasser enthalten bis zu 500 mg Kalzium pro Liter. Es wird empfohlen etwa zwei Portionen Fisch pro Woche zu essen. (dpa, 19.10.2000)ee
FDA empfiehlt höhere Calcium-Zufuhr |
Forscher:
Kalzium
hat keinen Einfluss auf kräftige Fingernägel
Brisbane (dpa) - Die Zufuhr von Kalzium
verbessert die Struktur und die Haltbarkeit von Fingernägeln nicht. Das ist
das Ergebnis einer Studie neuseeländischer Forscher. Bisher wurde - vor
allem in Frauenzeitschriften - immer wieder verbreitet, dass ausreichend
Kalzium eine Voraussetzung für schöne, nicht spröde und nicht abbrechende
Nägel ist. Die Mediziner der Universität Auckland befragten 700 Frauen, die
wegen eines gleichzeitig stattfindenden Versuchs zur Erforschung von
Osteoporose (Knochenschwund) getestet wurden. Alle erklärten am Ende eines
Jahres, ihre Nägel seien glatter und weniger brüchig geworden, auch die, die
statt Kalzium in Wirklichkeit Placebo, das Scheinmedikament ohne Wirkung,
erhalten hatten. Wissenschaftler Ian Reid sagte der australischen
Nachrichtenagentur AAP am Freitag, die Fingernägel bestünden nur zu 0,03
Prozent aus Kalzium, bei Knochen liege der Anteil bei 25 Prozent. Nägel
bestehen zum größten Teil aus dem Eiweiß Keratin, daher sei ein ausreichende
Eiweißversorgung besonders wichtig für schöne Nägel, erklärte
Reid.(ee)
Milch und Käse machen die Knochen stark
CHRISTCHURCH (rf). Durch eine Kalzium-reiche
Ernährung können junge Mädchen ihre Knochendichte deutlich erhöhen und damit
einer Osteoporose vorbeugen. Das haben neuseeländische Forscher in einer
Studie belegt. 91 Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren haben an der
Untersuchung über zwei Jahre mit einjährigem Follow-up teilgenommen. Die
Hälfte von ihnen wurde alle 14 Tage mit einer Auswahl von kalziumreichen
Milchprodukten - Milch, Joghurt, Käse - versorgt. Die Mädchen konnten sich
die Produkte selbst aussuchen und sollten täglich mindestens 1000 Millgramm
Kalzium aufnehmen. Die Studienteilnehmer protokollierten regelmäßig ihre
Ernährung mit Protokollbögen. Die Knochenmineraldichte und der
Knochenmineralgehalt sind zu Beginn der Untersuchung, nach einem Jahr, nach
18, 24 und 36 Monaten am Trochanter, der Lendenwirbelsäule und dem
Oberschenkelhals gemessen worden. Außerdem wurden Blutproben untersucht (Eur
J Nutr 39, 2000, 256). Bei den Mädchen, die viel Kalzium aufnahmen, war die
Knochendichte nach zwei Jahren deutlich stärker gestiegen als bei den
Mädchen der Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten: um knapp fünf
Prozent am Oberschenkelhals und am Trochanter sowie um 1,5 Prozent an der
Lendenwirbelsäule. Auch beim Knochenmineralgehalt gab es Vorteile für die
Mädchen, die Kalzium supplementierten. Allerdings verringerten sich die
Unterschiede im Folgejahr, in dem sich alle Mädchen eigenständig ernährten,
wieder erheblich. Ärzte Zeitung, 05.03.2001
Faltige Haut: Mit
Vitamin
C und Kalzium vorbeugen
Neu-Isenburg (dpa) - Durch die richtige Ernährung kann
Altersfalten vorgebeugt werden. Das haben Wissenschaftler in einer Studie
herausgefunden, wie die in Neu-Isenburg (Hessen) erscheinende "Ärzte-Zeitung"
berichtet. Demnach haben alte Menschen, die viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch
und fettarme Milchprodukte gegessen haben, eine glattere Haut. Vor allem
Vitamin
C,
Kalzium, Phosphor,
Magnesium, Eisen und
Zink
wirken gegen Falten. Im Rahmen der Untersuchung waren in Schweden, Griechenland
und Australien 453 Menschen im Alter über 70 Jahren nach ihren Essgewohnheiten
befragt worden, so die Zeitung. Gleichzeitig wurden bei den Teilnehmern an den
Händen und im Gesicht die Faltentiefe und die Faltentiefe ermittelt. Die meisten
Falten hatten Menschen, die viel Süßes, Fleisch und Butter auf dem Speiseplan
hatten. 3. August 2001
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Hier geht es um
Glucosamine. Der Untertitel ist: "Sensationelle
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Knochenschwund:
Kalzium beugt vor
Berlin (dpa) - Um Knochenschwund vorzubeugen, sollten vor allem ältere
Menschen genügend Kalzium zu sich nehmen. Dies könne durch Milch und
Milchprodukte sowie Getreide und Gemüse geschehen, teilt die
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit.
Zusätzlich könnten Kalziumtabletten gegen Osteoporose sinnvoll sein. Diese
sollten möglichst zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Gemeinsam
mit geringen Fett- und Eiweißmengen könnten die Kalziumsalze vom Körper
besser aufgenommen werden, heißt es weiter. Viel Fett und Ballaststoffe
hemmten dagegen die Aufnahme. Hilfreich seien auch kalziumhaltige
Mineralwässer und entsprechend angereicherte Fruchtsäfte. Auch eine neue
«Nationale Initiative gegen Osteoporose» in Berlin macht auf die
Gefährlichkeit des Knochenschwundes aufmerksam. Ältere Menschen sollten vom
Arzt ihr individuelles Risiko feststellen lassen. Bundesweit gebe es allein
130 000 Oberschenkelhalsbrüche jährlich bei Senioren, was zu 25 000
vorzeitigen Todesfällen führe.
11. Dezember 2002 netdoktor
Osteoporose - Mehr als eine
Kalziummangel-Krankheit
Osteoporose ist eine Erkrankung mit weitreichenden Auswirkungen sowohl auf
den Betroffenen, sein Umfeld als auch auf unser Gesundheitssystem. In vielen
Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass der Knochenstoffwechsel auch
durch die Ernährung beeinflusst wird. Der wichtigste mineralische
Bestandteil des Knochens ist Calcium. Allerdings ist die Osteoporose keine
Calciummangelerkrankung, und ein erhöhter Verzehr von Calcium-reichen
Milchprodukten stellt keinen Schutz vor Osteoporose dar.
Die Ausnutzung des Nahrungscalciums ist erheblich an die ausreichende Zufuhr
von Vitamin D gekoppelt, so Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann, München. Ein
Teil des
Vitamin D
wird in der Haut unter UV-Strahlung erzeugt.
Besonders bei älteren Menschen sind Vitamin D-Mangelzustände häufig. Auch
Vitamin K greift in den Knochenstoffwechsel ein. Es ist an der Synthese von
Osteocalcin, einem für die Knochenbildung notwendigen Protein, beteiligt.
Epidemiologische Untersuchungen zeigten ein vermindertes Osteoporoserisiko
bei einer hohen Vitamin K-Zufuhr. Ebenfalls wichtig für den Knochen ist
Vitamin C, das die Quervernetzung der organischen Strukturen im Knochen
fördert. Epidemiologische Untersuchungen zeigten eine positive Assoziation
der
Vitamin
C-Versorgung mit der Knochendichte.
In zunehmendem Umfang wird die Funktion von Magnesium für die
Knochenhomöostase erkannt. Umfangreiche epidemiologische Untersuchungen
zeigten, dass die Magnesiumzufuhr mit der Nahrung positiv mit der
Knochendichte korrelierte. In einer Interventionsstudie wurde gefunden, dass
die tägliche Gabe von 365 mg Magnesium den Knochenumsatz von jungen Männern
verringern konnte. Die Magnesiumversorgung mit unserer Nahrung ist häufig
unzureichend. Neben Mineralstoffen werden Spurenelemente für den Aufbau des
organischen Teils der Knochenmatrix benötigt. Insbesondere Zink, Kupfer und
Mangan haben eine essenzielle Funktion in den an diesem Prozess beteiligten
Enzymen. Das Verhältnis von Säuren zu Basen ist für die Funktion aller
Stoffwechselvorgänge von großer Bedeutung. In der Regel wird mit der
üblichen Ernährung ein Überschuss von Säure zugeführt, der über die Niere
ausgeschieden werden muss. Die Fähigkeit zur Säureausscheidung über die
Niere nimmt jedoch mit steigendem Lebensalter ab. Bei gleichbleibender
Ernährung kommt es deshalb im Alter zu einer latenten Übersäuerung, die zur
Freisetzung von Mineralstoffen aus dem Knochen führt.
Basische Nahrungsmittel - höhere Knochendichte
Ein höherer Basengehalt der Nahrung korreliert mit einer höheren
Knochendichte. Durch eine Aufnahme von basisch wirkenden Nahrungsmitteln
bzw. basisch wirkenden Mineralstoffsupplementen kann dem Verlust von
Knochensubstanz entgegengewirkt werden. Besonders günstig werden dabei die
Mineralstoffe in Form von Citraten zugeführt.
Ein hoher Proteingehalt in der Nahrung kann Ursache einer Übersäuerung sein,
allerdings wird eine ausreichende Proteinmenge benötigt, um die für den
Knochenaufbau notwendigen Aminosäuren zu liefern. Als besonders günstig in
Hinsicht auf den Erhalt der Knochenmasse hat sich eine hohe Zufuhr von
Sojaprotein erwiesen.
Der besondere positive Effekt eines hohen Sojaproteinverzehrs wird dabei dem
hohen Gehalt von
Isoflavonen in Soja zugerechnet. Isoflavone gehören zu den
Flavonoiden und besitzen eine dem Östrogen ähnliche chemische Struktur. Im
Unterschied zu anderen Flavonoiden kommen Isoflavone praktisch nur im Soja
in nennenswerten Mengen vor. In verschiedenen Untersuchungen konnte gezeigt
werden, dass ein hoher Verzehr von Sojaprodukten die Knochenfestigkeit
fördert. In Bevölkerungen mit traditionell hohem Sojaverzehr wird auch die
geringste Rate von Knochenbrüchen verzeichnet.
Keine der gegenwärtig angewendeten Therapien der Osteoporose ist ideal.
Einerseits muss der Knochenabbau vermindert und möglichst gleichzeitig der
Knochenaufbau stimuliert werden. Bei diesen Prozessen handelt es sich um
komplizierte Vorgänge, die durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst
werden. Eine sinnvolle Ernährungstherapie der Osteoporose muss deshalb
diesem multifaktoriellen Geschehen gerecht werden und diejenigen Substanzen
zuführen, die bei diesem Prozess benötigt werden, aber häufig in der
üblichen Ernährung nur unzureichend enthalten sind.
Quelle: “Die Rolle von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in der
Primär- und Sekundärprävention chronischer Erkrankungen - Was ist
gesichert?”, 6. März 2004, München; Trophosan
Kalziumhaltige Sportgetränke weniger erosiv
(BSMO) Sportgetränke, die Kalzium enthalten, sind anscheinend weniger
schädlich für den menschlichen Zahnschmelz als kalziumfreie. Die Verwendung
von Maltodextrin erbrachte hingegen keine signifikante Verbesserung, wie
jetzt eine britische Studie nachweisen konnte. Typische Sportgetränke
enthalten Kohlenhydrate, um die Energiereserven des Körpers aufzufüllen, und
zeichnen sich durch einen niedrigen pH-Wert aus. Diese Eigenschaften machen
sie zu einer potenziellen Gefahr für die Zahnhartsubstanzen. Daher enthalten
einige Produkte zusätzlich Kalzium, um einer Erosion des Zahnschmelzes
vorzubeugen. Eine britische Studie verglich jetzt das erosive Potenzial
mehrerer Sportgetränke, darunter ein neues Produkt auf Maltodextrinbasis. 18
Personen, die über 15 Tage eine Gaumenplatte mit Schmelzproben trugen,
nahmen an der Studie teil. An jedem Studientag nahmen die Probanden vier
Portionen des jeweiligen Getränks zu sich, darunter ein kalziumhaltiges
Getränk auf Maltodextrinbasis (Prototype mixed berry flavoued sports drink,
GlaxoSmithKline), ein konventionelles kalziumhaltiges Produkt (Orange
flavoured sports drink, Novartis), eine Positivkontrolle ohne Kalzium
(Orange flavoured sports drink, Farmlea) und Mineralwasser als
Negativkontrolle (Volvic® natural mineral water). Zu mehreren Zeitpunkten
wurde dann der Substanzverlust infolge Erosion bestimmt. Dabei konnten im
Fall der kalziumhaltigen Testgetränke keine signifikanten Veränderungen
festgestellt werden. Nur im Fall der Positivkontrolle (zuckerhaltiges
Getränk ohne Kalziumzusatz) konnten deutliche Anzeichen der Erosion
nachgewiesen werden, die sich im Verlauf progressiv steigerten und übrige
Testgetränke und Negativkontrolle zu allen Zeitpunkten um ein vielfaches
übertrafen. Die Kohlenhydrat-Zusammensetzung trägt laut der Autoren also nur
wenig zum erosiven Potenzial von Sportgetränken bei, deutlich verringert
werden kann dieses hingegen durch den Zusatz von Kalzium.
Quelle: Hooper, S et al.: A comparison of enamel erosion by a new sports
drink compared to two proprietary products: a controlled, crossover study in
situ. J of Dentistry (2004) 32, 541-545
Mindern Kalzium und
Vitamin D
das Diabetes-Risiko?
SAN DIEGO (ner). Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Kalzium
vermindert offenbar das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken. Das geht
aus neuen Auswertungen der Nurses` Health Study hervor, die beim
US-amerikanischen Diabetes-Kongreß in San Diego vorgestellt worden sind.
Die an der Studie teilnehmenden Krankenschwestern hatten alle zwei Jahre
einen detaillierten Fragebogen zur Ernährung beantworten müssen. Bei einer
Vitamin-D-Aufnahme von 200 Einheiten täglich oder weniger waren 1600 neue
Diabetes-Erkrankungen gezählt worden, bei 200 bis 400 Einheiten 1700
Neuerkrankungen.
Ab 400 Einheiten pro Tag aufwärts nahm die Zahl der neu diagnostizierten
Diabetikerinnen drastisch ab. Bei mehr als 800 Einheiten täglich waren es
nur noch 96 Neuerkrankungen, wie Dr. Anastassios G. Pittas aus Boston und
seine Kollegen bei einer Posterpräsentation berichteten.
Ähnlich verhielt es sich mit der täglichen Kalziumzufuhr. Hier lag der
Schwellenwert bei etwa 1000 mg täglich. Bei Frauen mit einer täglichen
Zufuhr von mehr als 1200 mg Kalzium und mehr als 800 Einheiten Vitamin D war
das Diabetesrisiko um 33 Prozent niedriger als bei unterdurchschnittlicher
Aufnahme. Ärzte Zeitung, 23.09.2005
Jedes dritte Kind hat Kalzium-Mangel
MÜNCHEN (eb). Jedes dritte Kind im Alter zwischen sieben und 14 Jahren ist
ein Milchmuffel und erhält mit der Nahrung zu wenig Kalzium, warnt die
Stiftung Kindergesundheit aus München.
Kalzium ist für das Knochenwachstum wichtig, starke Knochen in der Jugend
beugen später Osteoporose vor. Die Stiftung empfiehlt, Eltern auf
alternative Kalzium-Quellen in der Nahrung hinzuweisen, etwa Mineralwässer,
Nüsse, Spinat, Grünkohl oder Sojabohnen.
Auch mit fruchtigen Milchmixgetränken ließen sich Milchmuffel überlisten.
Kleinkinder brauchen täglich 600 mg Kalzium, 13- bis 15-Jährige doppelt so
viel. Ein Glas Milch (0,2 l) enthält etwa 250 mg Kalzium, eine
Hartkäse-Portion für ein Brot 400 mg. Ärzte Zeitung, 20.02.2007