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Osteoporose
Zusammenhänge, Diagnose und  naturheilkundliche Therapie.  
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   Hilfe bei Osteoporose.  
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Osteoporose-Kalzium und Vitamin D
 

Bei der Behandlung muß zwischen schnellem und schleichendem Knochenabbau unterschieden werden
Wie bei beschleunigtem Knochenabbau therapiert werden kann
Baden-Baden (wid). Osteoporose ist nicht gleich Osteoporose, und das wird bei der Therapie nicht immer beachtet. Je älter der Patient, desto eher kommt es zum beschleunigteKnochensubstanzverlust - dann muß der Knochenverlust erst ein paar Wochen lang zum Beispiel mit Bisphosphonaten gebremst werden, bevor er sich mit Fluoriden, Kalzium und Vitamin D wieder aufpäppeln läßt. Um die Therapie einer Osteoporose zu steuern, wird im allgemeinen die Osteodensitometrie empfohlen. Nun kann man mit den üblichen Geräten zwar feststellen, ob eine Osteoporose vorliegt und wie sie sich unter der Therapie entwickelt - aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn Osteoporose ist nicht gleich Osteoporose und das macht sich vor allem bei der Behandlung bemerkbar, betonte der Wiesbadener Rheumatologe Professor Elmar Keck bei einem Symposium der Firma Opfermann. Er unterscheidet deshalb strikt zwischen High- und Low-Turnover-Osteoporose, also dem schnellen und dem schleichenden Knochensubstanzverlust. Wichtig für die Diagnostik ist das Desoxypyridinolin im Morgenurin,ein Kollagenabbau- parameter. Ist er erhöht, liegt ein schneller Knochenverlust vor, und dann bremst Keck den hohen Knochenumsatz mit Osteoklastenhemmern, also mit Kalzitonin oder einem Bisphosphonat. Wobei er auch hier differenziert: Wenn er gleichzeitig eine Schmerz-linderung, etwa bei einer Fraktur, erreichen will, greift er lieber zum Kalzitonin, wenn eine längere Therapie erforderlich ist, dann verordnet er eher Bisphosphonate. Ist der beschleunigte Knochenver-lust nach etwa vier Wochen unter Kontrolle und das Desoxypyridinolin wieder im Normbereich, schaltet Keck auf die osteoanabole Therapie um: "Wir geben dann Monofluorphosphat mit 15 bis 30 mg Fluoridionen pro Tag und stimulieren damit den Aufbau der Knochenmatrix, die wir dann wiederum mit Kalzium und Vitamin D mineralisieren." Das Fluorid allein nütze nichts, wenn es ohne Kalzium und Vitamin D gegeben wird - ein Fehler, der früher oft gemacht wurde. Bei Frauen in der Postmenopause sollte der Knochen abbau weiterhin durch eine Hormonersatztherapie gebremst werden. Sind Hormone kontraindiziert, kann man auch weiterhin zu Bisphosphonaten greifen. Liegt eine Low-Turnover-Osteo-porose vor, geht es von vornherein mit der osteoanabolen Kombinationstherapie los, die dann etwa zwei bis drei Jahre durchzuhalten ist. "Dann brauchen wir ein seitliches Bild der LWS, um sicherzustellen, daß wir keine Fluorose induzieren. Die sieht man aber nur im Röntgenbild, bei der Osteodensitometrie fällt sie nicht auf." Ist das Röntgenbild in Ordnung, kann man die Fluoride auch einige weitere Jahre geben.
Keck berichtete über eine Studien-gruppe von 40 Frauen in der Postmenopause, die sieben Jahre lang täglich im Schnitt 25 mg Fluoridionen, 921 IE Vitamin D, 828 mg Kalzium und zusätzlich eine Hormonersatztherapie bekamen und im Lauf der Jahre ihre Knochenmasse um beachtliche 90 Prozent steigerten. Mit einer solchen Kombinationstherapie, sagte Professor Johann Diederich Ringe aus Leverkusen, betreibt man nicht nur Knochenkosmetik, sie macht sich auch bei der Frakturrate bemerkbar: Bei einer kürzlich veröffentlichten Studie lag die Frakturrate pro 100 Frauenjahre bei alleiniger Kalziumgabe bei 30. Unter einer Kombinationstherapie aus Monofluorphosphat und Hormonen waren es nur noch vier Frakturen.
 

 

Magnesium und Calcium 
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Täglich Vitamin C erhöht bei älteren Frauen offenbar die Knochendichte
Studie zu Osteoporose mit 994 Probandinnen / Vitamin fördert die Bildung von Kollagen

 Cincinnati (pr). Bei älteren Frauen kann mit zusätzlich zur Nahrung zugeführtem Vitamin C offenbar die Knochendichte erhöht werden. Das ist das Ergebnis einer Kohortenstudie mit 994 Frauen, die beim 29.jährlichen Treffen der American Society of Bone and Mineral Research in Cincinnati im US-Staat Ohio vorgestellt worden ist. Wie Deborah J. Morton vom Department of Family and Preventive Medicine der University of California in San Diego gesagt hat, stimuliert Vitamin C die Bildung von Prokollagen sowie die Kollagen-Synthese und damit zwei wichtige Vorläufermoleküle für die Knochenmatrix. Bisherige Ergebnisse über den Einfluß einer Vitamin-Supplementierung auf die Knochendichte seien jedoch widersprüchlich gewesen.Nach Angaben von Morton waren die Frauen der Studie zwischen 50 und 98 Jahre alt (Durchschnitt: 73 Jahre).85 Prozent von ihnen hatten über mehr als drei Jahre pro Tag im Mittel 500 Vitamin C zu sich genommen. Die meisten davon supplementierten Vitamin C jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum, nämlich im Durchschnitt über 12,5 Jahre. Bei der Auswertung der Knochen dichte wurde zudem das Alter, der Body-Mass-Index (BMI) und die tägliche Kalzium-Aufnahme berücksichtigt. Wie Morton gesagt hat, wurde bei den Frauen, die Vitamin C täglich zusätzlich zu ihrer Nahrung zu sich nahmen, im Vergleich zu den Frauen ohne Supplementierung eine signifikant höhere Knochendichte gemessen. So sei die Dichte bei den Vitamin-C-supplementierten Frauen - gemessen unter anderem am Oberschenkelhals und am Hüftknochen - drei Prozent dichter gewesen als bei den Frauen ohne Supplementierung. Eine ebenfalls signifikant höhere Knochendichte sei bei Frauen mit Östrogen-Substitution gefunden worden. Die Effekte der beiden Substanzen hätten sich gegenseitig verstärkt: Am höchsten sei die Knochendichte bei den Frauen gewesen, die Östrogen substituierten und täglich Vitamin C zu sich nahmen, sagte Morton.

Osteoporose:Bier schützt
Gegen die gefürchtete Knochenzerstörung bei Osteoporose werden weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) verabreicht. Da Hopfen östrogenartige
Verbindungen enthält, untersuchten japanische Pharmazeuten, ob der zum Bierbrauen übliche Hopfenextrakt in der Lage ist, die Knochen vor Raubbau zu
schützen. Sie versetzten Dentin (Zahnbein) mit Hopfenextrakt und Mäuseknochenzellen und zählten die ins Dentin "gefressenen" Löcher. Die beiden
Hopfeninhaltsstoffe Xanthohumol und Humulon stoppten den Knochenabbau bereits in starker Verdünnung. (Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry
1997/61/S.158-159)

Osteoporose nach der Menopause (Raloxifen)   Berlin 20.10.1999   An der More ( multiple outcomes of Raloxifen Evaluation)-Studie nahmen über 7700 Frauen nach der Menopause mit Osteoporose teil.Die Einnahme von 60mg/ Tag senkte die Rate erstmals aufgetretener Frakturen im Laufe der ersten 3 Jahre um 55%Bei Frauen mit vorbestehendensank die Rate weiter um 30%.
Die Daten belegen, dass mit dem selektivem Östrogenrezeptor-modulator (SERM) Raloxifen (Handelsname: Evista) bei Frauen nach der Menopause
erstmalig auftretenden oder auch weiteren osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen effizient vorgebeugt wird.Darüber hinaus ergab die MORE-Studie, dass die Inzidenz invasiver Mammacarzinome innerhalb von 3 Jahren um 76% im Vergleich zu  Placebo gesenkt wurde


Flouride in der Osteoporosetherapie Praxis-Depesche 1/2000
Die Hauptindikation für Flouride ist die Osteoporose mit niedriger Umbauaktivität. Damit ist nach einer Diskussion auf dem Deutschen Osteoporose-Kongress 1999 in folgenden Fällen zu rechnen:
8-10 Jahre nach der  Menopause, 1-4 Jahre nach abbauhemmender Osteoporosetherapie, bei länger bestehender cortisonbedingter Osteoporose, bei längerer Immobilität.
Als Tagesdosis werden für Natriumflourid ca. 50 mg empfohlen, die Flourgabe muß deutlich von der Mahlzeit und von der obligaten Calciumzufuhr erfolgen.


Bei Osteoporose erhöhen Fluoride in Kombinaton mit Kalzium die Knochen masse und beugen auf diese Weise Frakturen vor.Auch die Frakturinzidenz ging signifikant zurück. Internistenkongress Wiesbaden 3.5.2000 Symposium: Richtlinien zur Differentialdiagnose und -therapie


Von der Firma Strathmann ist die weltweit erste Tablette (Ossofortin fortissimo) erhältlich , die die zur Osteoporosetherapie empfohlenen
1200mg Calcium und 800 I.E. Vitamin D3 enthält.  Juni 2000


Rheumatikerinnen haben unabhängig vom Alter das doppelte Risiko an Osteoporose zu erkranken
und sollten daher die Knochendichte kontrolieren lassen. Dies ergab eine Studie an 394 Frauen. Haugeberg et. al.  Arthr Rheum 43 (2000) 522-530


Knochen: Für stabile Knochen reicht eine kalziumreiche Ernährung allein nicht aus. Wichtig ist auch viel Bewegung.
Durch sie werden die Knochen zugleich belastet und gestärkt, wie die in Eschborn erscheinende «Neue Apotheken Illustrierte» berichtet. Neben Kalzium und Bewegung beugen Vitamin D und Vitamin K dem Knochenschwund vor. Damit der Körper Vitamin D selbst bilden kann, muss die Haut ausreichend Tageslicht abbekommen. Vitamin K ist vor allem in grünen Gemüsesorten wie Lauch, Spinat, Grün- und Rosenkohl, aber auch Erbsen oder Weizenkeimen enthalten. (dpa, 22.07.2000)


Osteoporose: Hoffnung für Osteoporose-Patientinnen: Ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Risedronat senkt offenbar deutlich das Risiko von Hüft- und Wirbelbrüchen. Nach einem Bericht der „Ärztezeitung“ haben US-amerikanische und britische Wissenschaftler herausgefunden, dass sich das Knochenbruch-Risiko bei Frauen nach Einnahme des Medikaments um bis zu 65 Prozent reduziert habe. Risedronat ist seit kurzem auch für den deutschen Markt zugelassen. (Focus Online, 19.07.2000)


Brüche durch Softdrinks
Nach einer Studie der Harvard Medical School in Boston wirkt sich der hohe Phosphatgehalt in Softdrinks und Colagetränken negativ auf den Kalziumhaushalt in Knochen aus. Vor allem in der Wachstumsperiode junger Menschen erhöhe sich dadurch das Risiko, im Alter an Osteoporose zu erkranken.


Osteoporose oft nicht entdeckt:
Wer Osteoporose hat, weiß oft nichts davon. Sogar nach dem ersten Knochenbruch stellen nur wenige Ärzte die richtige Diagnose, kritisieren Kanadische Wissenschaftler von der Universität Toronto. Dabei ließen sich viele Knochenbrüche durch eine entsprechende Therapie verhindern, berichten sie in der Fachzeitschrift „Canadian Medical Association Journal“. Die Forscheruntersuchten 108 Fälle von Patienten, die nach einem Knochenbruch mit Symptomen einer Osteoporose in eine orthopädische Klinik kamen. Nicht einmal bei jedem Fünften war die richtige Diagnose Osteoporose gestellt worden, obwohl frühere Knochenbrüche bei vielen Patienten darauf hindeuteten. Daher erhielten über 80 Prozent keine Therapie gegen ihre Knochenerkrankung. Die Studienautoren beklagen, dass damit für viele Patienten die Chance vergeben werde, Knochenmasse aufzubauen und das Knochenbruch-Risiko zu reduzieren. In Deutschland sind etwa fünf Millionen Menschen von Osteoporose betroffen, vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Knochenbrüche in höherem Alter ziehen oft den Verlust der Selbständigkeit nach sich. (netdoktor.de, 02.10.2000) bg


Osteoporose-Pass :
Ein Osteoporose-Pass soll künftig die Arbeit der verschiedenen behandelnden Ärzte koordinieren. Da die Behandlung des Knochenschwundes häufig in den Händen von Ärzten verschiedener Fachrichtungen liegt, hätten die meisten Patienten nur unvollständige Kenntnis über den Stand
der Vorsorge- Untersuchung, der diagnostischen Befunde oder der medizinischen Behandlung, stellte das Kuratorium Knochengesundheit (Sinsheim) fest. Im Falle eines Arztwechsels drohten zusätzliche gesundheitliche Risiken, schreibt das Kuratorium. Häufig müssten überflüssige Röntgenuntersuchungen hingenommen werden. Oft würden Medikamente verordnet, die ein anderer Arzt wegen mangelnder Wirkung bereits abgesetzt habe. Hierdurch könne wertvolle Zeit vergehen. Die lückenlose Dokumentation in dem neuen Patientenpass soll hier Abhilfe schaffen. (dpa, 14.10.2000)tj


Osteoporose-Patienten bekommen zu wenig Medikamente: Patienten mit Knochengewebeschwund (Osteoporose) werden nach Ansicht der Bayerischen Apothekerkammer unzureichend mit Medikamenten versorgt. Ursache dafür sei das derzeit geltende Arzneimittelbudget, sagte ein Kammersprecher am Mittwoch in München. Eine Studie der Kammer habe erbracht, dass nicht einmal die Hälfte der Osteoporose-Patienten überhaupt Medikamente erhalte. Basis der Studie war die Auswertung von Rezepten von rund 230 000 Versicherten in Bayern. Danach erhalten durchschnittlich nur 14 bis 43 Prozent der Osteoporose-Kranke die notwendigen Medikamente verschrieben. Dies belege aus der Sicht der Apotheker die «eindeutig negative Auswirkung» der Budgetierung bei den Medikamenten für die medizinische Versorgung der Bevölkerung. (dpa, 25.10.2000)im


Schützt Wirkstoff vor Krebs und auch vor Osteoporose?
Wiesbaden (hbr). Einen Schutz vor Frakturen in der Postmenopause bietet der selektive Östrogenrezeptor-Modulator (SERM) Raloxifen. Dies gilt für Frauen, die noch keine osteoporose-bedingten Frakturen haben ebenso wie für solche, die bereits erste Brüche dieser Art hatten. Darauf hat Professor Elmar Keck aus Wiesbaden auf dem Deutschen Orthopädenkongreß in Wiesbaden hingewiesen.  Die Osteoporose zählt zu den häufigen schweren Erkrankungen bei älteren Menschen: Die Knochenmasse nimmt ab, die Struktur des Knochengewebes verändert sich, und die Knochen werden brüchig. In Deutschland sind etwa vier bis sechs Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt; vier Fünftel von ihnen sind Frauen. Bei ihnen ist in der Postmenopause meist der Knochenabbau beschleunigt. Aufhalten läßt sich der Abbau zum Beispiel durch Raloxifen (Evista®). Das ist in der MORE (Multiple Outcomes of Raloxifen Evaluation)-Studie nachgewiesen worden, erinnerte Keck bei einem von demUnternehmen Lilly Deutschland veranstalteten Symposium. An der Studie hatten mehr als 7700 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 67 Jahren teilgenommen. Zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D erhielten die Frauen 60 oder 120 mg Raloxifen oder ein Placebo. Nach drei Jahren Therapie war die Rate erster Wirbelkörperfrakturen um 40 bis 50 Prozent geringer als in der Placebo-Gruppe. Das gleiche galt auch für Frauen, die bereits vor Studienbeginn Frakturen hatten. Aus den Studienergebnissen lassen sich folgende Zahlen errechnen: Um bei einer Frau, die zwar schon eine Osteoporose, aber noch keine Wirbelfrakturen hat, eine erste Fraktur zu verhindern, müssen 46 Frauen drei Jahre lang mit dem SERM behandelt werden. Um bei einer Frau mit mindestens einer Wirbelfraktur eine weitere zu verhindern, müssen zehn bis 16 Frauen mit der Substanz behandelt werden. Damit sei, so der Orthopäde, die Wirksamkeit von Raloxifen der von Bisphosphonaten ähnlich. Die Therapie mit dem selektiven Östrogenrezeptor-Modulator bietet den Frauen außer erhöhter Knochenstabilität noch weitere Vorteile: Die Therapie wirkt sich positiv auf den Fettstoffwechsel aus. Außerdem war die Zahl neuer invasiver Mamma-Karzinome bei den Teilnehmerinnen der MORE-Studie, die den SERM erhielten, geringer als in der Placebo-Gruppe, wie Dr. Peyman Hardji aus Marburg berichtete. Die Brustkrebsrate sei allerdings nur ein sekundärer Endpunkt gewesen. Ärzte Zeitung, 06.11.2000


Rauchen begünstigt Osteoporose
Bei einer Untersuchung von 50 Raucherinnen, die täglich mehr als 20 Zigaretten konsumierten, stellten australische Wissenschaftler fest, daß diese 8 bis 10 % weniger Knochenmasse besaßen, als gleichaltrige Nichtraucher. Vor allem sind Frauen von Osteoporose betroffen - Raucherinnen offensichtlich noch stärker. Calcium und körperliche Bewegung sind die beste Prophylaxe gegen Osteoporose; allerdings sollte damit bereits in jungen Jahren begonnen werden. Milchprodukte sind die idealen Calciumlieferanten. Leider vertragen immer weniger Menschen Milch. Diese Unverträglichkeit steigt mit zunehmendem Alter an. In diesem Fall hilft nur ein gut resorbierbares Calciumpräparat, möglichst in Chelatform. Das Calcium in Mineralwässern liegt meistens als Calciumkarbonat vor und wird in dieser Form schlecht vom Körper aufgenommen. Dies gilt übrigens für die meisten Mineralstoffe in diesen Wässerchen.


Heftiger Sport - starke Knochen
CAMBRIDGE (Rö). Regelmäßige, kräftige Bewegung lohnt sich. Sie hält nicht nur fit, sondern ist auch günstig für die Knochendichte. Dies hat jetzt eine Studie von britischen Wissenschaftlern der Universität von Cambridge bestätigt.  Dr. Rupert W. Jakes und seine Kollegen haben bei etwa 2300 Männern und etwa 3000 Frauen untersucht, wie sich deren körperliche Aktivität auf die Knochendichte ausgewirkt hat (BMJ 322, 2001, 140). Die Knochendichte war nur bei den Menschen im Vergleich zu Inaktiven deutlich höher, die regelmäßig Tennis, Badminton, Squash oder Step-Aerobic getrieben hatten. Dies sind alles Sportarten, bei denen starke Kräfte auf die Knochen wirken. Warum bei diesen Menschen die Knochendichte höher ist, läßt sich nicht ableiten. Eventuell nimmt bei ihnen die Knochendichte mit dem Alter langsamer ab als bei Unsportlichen, oder sie erreichen eine höhere maximale Knochenmasse. Die Daten sind aus der European Prospective Investigation of Cancer-Studie, in der mit Ultraschall am Fersenbein die Dichte gemessen wurde. Ärzte Zeitung, 22.01.2001


Ärzte Zeitung, 23.04.2001   30 Jahre Therapie-Erfahrungen mit Fluoriden
Eine Indikation sind Wirbelfrakturen bei Osteoporose / Potentiell ist diese Therapie auch zur Prävention möglich

WIESBADEN (hbr). Die anregende Wirkung der Fluoride auf den Knochenaufbau ist seit langem bekannt. Erfahrungen damit liegen bereits seit mehr als 30 Jahren vor. Was allerdings noch fehle, seien größere Studien hierzu, meint Professor Johann Diederich Ringe vom Klinikum Leverkusen.
Auf dem diesjährigen Osteologiekongreß in Wiesbaden wies er darauf hin, daß bei der Therapie mit Fluoriden die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Präparates beachtet werden müsse. Für Natriumfluorid etwa, das von dem Unternehmen Opfermann aus Wiehl als Mono-Tridin®angeboten wird, liege sie bei 60 Prozent, sagte Ringe auf einem vom Unternehmen unterstützten Symposium. Die Knochenbildung darf nicht zu stark angeregt werden
Außerdem müsse darauf geachtet werden, daß der Knochenaufbau nicht zu stark stimuliert werde. Denn das könne die mechanische Festigkeit des neuen Knochengewebes schmälern. Der Leverkusener Osteologe empfiehlt deshalb eine niedrigdosierte Therapie mit 15 bis 20 Milligramm bioverfügbaren Fluoridionen pro Tag. Eine Meta-Analyse von sechs Studien mit insgesamt 1063 Patienten belegte einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Knochendichte in der Wirbelsäule von 4,3 Prozent. Die Teilnehmer der Studien hatten Fluoriddosen zwischen zwölf und 20 Milligramm pro Tag erhalten. Fluorid plus Kalzium verhindert in der Postmenopause Frakturen In einer anderen Studie hatten 200 Frauen in der Postmenopause mit geringgradiger Osteoporose vier Jahre lang 20 mg Monofluorphosphat plus Kalzium oder nur Kalzium eingenommen. In der Gruppe, die nur Kalzium erhalten hatte, traten vertebrale Frakturen viermal häufiger auf,sagte Ringe. Als osteoprotektiv hat sich in den USA die Fluoridierung des Trinkwassers über 20 Jahre erwiesen: Das Risiko für Hüft- und Wirbelfrakturen war für die 3218 Frauen, die immer das fluoridierte Wasser erhalten hatten, deutlich geringer als bei anderen Frauen. Die Probandinnen hatten ein Durchschnittsalter von 74 Jahren. Eine gesicherte Indikation für die Behandlung mit Fluoriden sei die manifeste Osteoporose mit Wirbelfrakturen, so Ringe. Potentiell komme auch eine frühe Therapie bei Osteopenie oder Osteoporose im Anfangsstadium in Betracht. Auch für den Hamburger Osteologen Professor Hans-Peter Kruse ist ein früher Beginn der Fluoridtherapie in frühen Osteoporose-Stadien mit niedrigem Knochenumbau denkbar, eventuell sogar zur Prävention. Dazu bedürfe es aber einer sorgfältigen Therapiekontrolle. Auch eine Kombination mit antiresorptiven Substanzen sei zu erwägen. Nicht zu vergessen seien zusätzlich zur Fluoridtherapie Kalzium und Vitamin D: Kalzium zur Mineralisierung der Skelettsubstanz und Vitamin D zur Kalziumresorption. Denn bei einer Behandlung mit Fluoriden müsse bedacht werden, daß das neue Knochengewebe den Kalziumbedarf zusätzlich erhöhe, sagte Kruse.
 

Verletzungen im Sport.
von Lars Peterson, Per Renström Preis: EUR 34,76
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Power für die Gelenke.
Arthrose: Schmerzfrei durch Biostoffe.

von Michaela Döll
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      Therapielexikon der Sportmedizin. Behandlung von Verletzungen des Bewegungsapparats
von Stephan Maibaum, Markus Braun, Bernd Jagomast, Karel Kucera
Preis:  EUR 40,85
Gebundene Ausgabe
- 250 Seiten
Erscheinungsdatum: Januar 2001
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Anti-Babypillen erhöhen bei Frauen das Risiko von Knochenschwund auch Osteoporose genannt
West Lafayette – .Deshalb wird Frauen sportliche Betätigung empfohlen, denn dies sollte den Knochenschwund entgegenwirken. Wie die "Welt am Sonntag" berichtete führte Connie Weaver von der Purdue University in West Lafayette führte eine Studie bei 18- bis 30-jährigen Frauen durch. Dabei fand sie heraus, dass Sport den durch Verhütungsmittel verursachte Osteoporose sogar noch beschleunigt, statt ihn zu bremsen. (dbw) 15. Juli 2001


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Hier geht es um Glucosamine. Der Untertitel ist: "Sensationelle Behandlungsform ohne Nebenwirkungen".
Darin schreibt Dr. Th. daß Glucosamine mit Chondroitin bei Arthrose zu einer Verbesserung bis hin zum völligen Verschwinden führen können. 

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Kurzbeschreibung
Dieses Buch birgt eine revolutionäre Neuigkeit im Bereich der Therapie von Arthrose: Anstatt mit immer stärkeren Medikamenten die Schmerzen zu unterdrücken und im schlimmsten Fall die zerstörten Gelenke operativ durch künstliche zu ersetzen, wird in den USA mit großem Erfolg und ohne Nebenwirkungen die tatsächliche Ursache bekämpft. Glucosamine und Chondroitinsulfat sind chemische Substanzen, die im Knorpel selbst vorkommen. Sie können die körpereigenen Stoffe ersetzen, den Zerfall der Knorpelmasse stoppen und zur vollständigen Regeneration führen. Begleitend durchläuft der Arthrose-Patient einen individuellen 9-Stufen-Plan, der in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Therapie wirkungsvoll unterstützt. Dieser Band dient Arzt und Patient zur ausführlichen und kompetenten Information.

 


Bluttest deckt Veranlagung für Osteoporose auf
Calciognost analysiert den Polymorphismus des Vitamin-D-Rezeptor-Gens / Risikopatienten werden früh erkannt
HAMBURG (nke). Starke oder schwache Knochen - die genetische Prädisposition für Osteoporose kann jetzt mit einem einfachen Bluttest festgestellt werden. Es wird dabei eine bestimmte genetische Veränderung des Vitamin-D-Rezeptor-Gens nachgewiesen, die das Osteoporose-Risiko stark erhöht und bei etwa 20 Prozent der Bevölkerung vorkommt. Der neue Test gibt Aufschluß über ein erhöhtes Osteoporose-Risiko lange bevor die Knochenmasse schwindet. Das Osteoporose-Risiko ist um so höher, je niedriger die bis etwa zum 35. Lebensjahr erreichte Knochenmasse (peak bone mass) ist und je höher die Geschwindigkeit des Knochenmasseverlustes mit zunehmendem Alter ist. Beide Prozesse sind in den Erbanlagen festgelegt. Die Knochendichte wird zu mehr als 60 Prozent genetisch kontrolliert, wie der Labormediziner Dr. Michael Müller aus Hamburg bei einer Pressekonferenz des Hannoveraner Unternehmens AdnaGen AG in Hamburg gesagt hat. Das wichtigste Gen in diesem Zusammenhang sei das Vitamin-D-Rezeptor-Gen (VDR). Außerdem wirken sich auch Umweltfaktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Alkohol- und Nikotingenuß, sportliche Aktivität, Medikamente oder Krankheiten der Schilddrüse auf den Knochenstoffwechsel aus.
Der von dem Unternehmen AdnaGen entwickelte Test Calciognost analysiert den Polymorphismus des Vitamin D-Rezeptor-Gens, so der Hamburger Labormediziner, und ermöglicht damit Osteoporose-Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren. Beim Nachweis einer erhöhten Osteoporose-Neigung könne eine gezielte Prophylaxe helfen, die Knochenmasse zu stabilisieren. Denn je früher eine Vorbeugung einsetzt, desto größer sind die Möglichkeiten, den Verlust von
Knochenmasse zu verhindern. Sinnvoll sei die Untersuchung, so Müller, vor allem bei Kindern aus Familien mit bekannter Osteoporose, um die Möglichkeiten der Prävention optimal nutzen zu können sowie bei Frauen in der Peri- oder Postmenopause, um Risikopersonen erkennen zu können. Ärzte Zeitung, 20.07.2001


Osteoporose des höheren Lebensalters nach Prof. E. Keck/Dr. W. Spieler
Epidemiologie, Pathomechanismen, Diagnostik und Therapie der Osteoporose - das sind die Schwerpunkte der mit Unterstützung von Orion Pharma publizierten Broschüre "Osteoporose des höheren Lebensaltes". Anschaulich, übersichtlich und kompetent vermittelt die Broschüre Informationen über die Entstehung und die Behandlungsmöglichkeiten von Osteoporose, insbesondere ihrer senilen Form. Damit versteht sich die Indikations-broschüre als fundierte Unterstützung im täglichen
Umgang mit diesem Krankheitsbild.
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Osteoporose: Jeder zweite Patient kennt seine Krankheit nicht

München (dpa) - In Deutschland haben nach Expertenmeinung vier bis sechs Millionen Menschen eine verminderte Knochenfestigkeit (Osteoporose). Jeder zweite dieser Patienten wisse nichts von seiner Erkrankung, sagte Prof. Friedhelm Raue von der Endokrinologischen Gemeinschaftspraxis in Heidelberg am Mittwoch in München. Bei nur zwei bis drei Millionen Menschen sei die Osteoporose diagnostiziert und von diesen Patienten würden nur rund eine Million richtig behandelt. Osteoporose sei in Deutschland eine "unterschätzte Volkskrankheit". Rund 38 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer über 50 Jahre erleiden in Deutschland nach Angaben Raues Knochenbrüche auf Grund von Osteoporose. Die Daten, die Raue auf einer Veranstaltung des Sozialverbandes VdK vorstellte, seien kürzlich auf einem Kongress zu Knochenkrankheiten in Graz genannt worden. Etwa 3,4 Prozent aller Krankenhaus-Bettentage seien durch Osteoporose verursacht. Jeder 5. Osteoporosepatient sterbe nach einem Oberschenkelhalsbruch innerhalb eines Jahres, weitere 20 Prozent müssten nach der Fraktur in ein Pflegeheim eingewiesen werden. Raue machte falsche Ernährung, mangelnde Bewegung sowie Alkohol- und Nikotinmissbrauch für die zunehmenden Osteoporosen-Erkrankungen verantwortlich. Phosphatreiche Nahrung wie Cola oder Leberwurst sollte möglichst gemieden werden. Darauf sollten Eltern bei der Ernährung ihrer Kinder achten. Raue bedauerte, dass oftmals die Milchspeisung in den Schulen zu Gunsten von Cola oder Limo abgesetzt werde, obwohl Milch für die Kalziumversorgung der Knochen wichtig sei. Der Sozialverband VdK plant in Bayern eine Aufklärungsaktion "Blickpunkt Knochen" vom 3. bis 26. Juni. Unter der Schirmherrschaft des Sozialministeriums sollen die Bürger über die gesundheitlichen Folgen von Osteoporose informiert werden.23. Mai 2002


DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
Osteoporose-Screening bei Frauen ab dem 65. Lebensjahr
CHICAGO. Bei Frauen sollte ab dem 65. Lebensjahr mit einer röntgenologischen Untersuchung des Femurhalses abgeklärt werden, ob ein Osteoporose-Risiko besteht (Ann Int Med 2002; 137: 526–528, 529–541). Frauen mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko sollten, so die US Preventive Services Task Force weiter, bereits ab dem 60. Lebensjahr an Reihenuntersuchungen teilnehmen. Heidi Nelson und Mitarbeiter analysierten die englischsprachigen Medline-Datenbank der Jahre 1966 bis 2001, die Cochrane-Datenbank sowie die Auffassung von einschlägig bekannten Experten. Hierbei wurde nach der Behandlung, der Identifizierung von Risikofaktoren und nach Verfahren zur Messung der Knochendichte bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose gefragt. Von den diversen Verfahren zur Messung der Knochendichte ist nach Auffassung von Nelson et al. DEXA (dual-energy x-ray absorptiometry) die präziseste Methode. Lediglich die Risikofaktoren höheres Alter, Gewicht von weniger als 70 Kilogramm und keine Östrogensubstitution scheinen von Bedeutung zu sein.In Gegensatz dazu beeinflussen Rauchen, Gewichtsverlust, Osteoporose in der Familie, geringe körperliche Aktivität, Alkohol- und Koffeinkonsum sowie eine geringe Vitamin-D- und Calciumaufnahme dagegen das Risiko weniger stark. Die Behandlungsintervalle bei gesunden Frauen sollten zwischen zwei und fünf Jahren liegen. Zur Behandlung der Osteoporose empfiehlt die Task Force Bisphosphonate. Die Gabe dieser Substanzen vermindert das Frakturrisiko um 40 bis 50 Prozent. /me (17.09.02)


Washington, 24. Oktober (AFP) -
Im Kampf gegen die Knochenkrankheit Osteoporose ist US-Wissenschaftlern offenbar ein Durchbruch im Tierversuch gelungen.
Die synthetische Substanz "Estren" bewirke bei Mäusen eine Zunahme der Knochenmasse ohne unerwünschte Nebenwirkungen wie Brust- oder Gebärmutterkrebs, die bei einer Hormon-Behandlung mit Östrogen häufig  auftreten, berichtete das US-Wissenschaftmagazin "Science" am Donnerstag. Wissenschaftler Stavros Manolagas von der Universität des US-Bundesstaates Arkansas in Little Rock bezeichnete die Ergebnisse als "neue Seite der Pharmakologie-Geschichte". "Estren" kann demnach sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorbeugend verabreicht werden. "Knochenschwund" nennt der Volksmund die Krankheit, von der in Deutschland bereits bis zu acht Millionen Menschen betroffen sind - Tendenz steigend. Bei der Osteoporose kommt es zu einem überdurchschnittlichen Abbau der Knochenmasse. Die Knochen werden so mürbe, dass sie selbst bei geringer Belastung brechen. Gefährdet sind vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren, da dann geringere Mengen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen gebildet werden, das den Knochenaufbau fördert. Zunehmend erkranken aber auch Männer im gleichen Alter. Die Osteoporose nimmt derzeit in allen Industrieländern stark zu. Weltweit sind bereits etwa zehn Prozent der Bevölkerung betroffen.
Neben altersbedingten Faktoren begünstigen aber auch Alkohol und Zigaretten, zu wenig Kalzium im Essen, Bewegungsmangel und wenig frische Luft die Osteoporose. Eine "knochenfreundliche" Ernährung mit Fisch, Milchprodukten und Nüssen führt dem Körper dagegen Kalzium zu und wirkt vorbeugend. Damit der Mineralstoff überhaupt vom Körper aufgenommen werden kann, ist Vitamin D unerlässlich.


Knochenschwund: Kalzium beugt vor

Berlin (dpa) - Um Knochenschwund vorzubeugen, sollten vor allem ältere Menschen genügend Kalzium zu sich nehmen. Dies könne durch Milch und Milchprodukte sowie Getreide und Gemüse geschehen, teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit. Zusätzlich könnten Kalziumtabletten gegen Osteoporose sinnvoll sein. Diese sollten möglichst zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Gemeinsam mit geringen Fett- und Eiweißmengen könnten die Kalziumsalze vom Körper besser aufgenommen werden, heißt es weiter. Viel Fett und Ballaststoffe hemmten dagegen die Aufnahme. Hilfreich seien auch kalziumhaltige Mineralwässer und entsprechend angereicherte Fruchtsäfte. Auch eine neue «Nationale Initiative gegen Osteoporose» in Berlin macht auf die Gefährlichkeit des Knochenschwundes aufmerksam. Ältere Menschen sollten vom Arzt ihr individuelles Risiko feststellen lassen. Bundesweit gebe es allein 130 000 Oberschenkelhalsbrüche jährlich bei Senioren, was zu 25 000 vorzeitigen Todesfällen führe.
11. Dezember 2002 netdoktor


Download Broschüre zum Thema Osteoporose! Tolle Bilder und Infos zum Knochenstoffwechsel
http://www.gesundheit-pro.de/PGA/PDF/osteoporose1.pdf

Therapie der Osteoporose

http://www.gesundheit-pro.de/PGA/PDF/osteoporose2.pdf


PRESSEMITTEILUNG

AkdÄ veröffentlicht erste deutsche evidenzbasierte Leitlinie zur Prophylaxe und Therapie der Osteoporose

Osteoporose: AkdÄ fordert differenziertes therapeutisches Gesamtkonzept


(Köln, 05.03.2003) Mit ihren Aktivitäten zur Schaffung eines “Deutschen Zentrums für Qualität in der Medizin” erweckt die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Eindruck, dass erst durch neue staatliche Vorgaben Qualität in die ärztliche Tätigkeit Einzug halten wird. Dies ignoriert vielfältige Maßnahmen, die die Ärzteschaft selbst, wie kaum eine andere Berufsgruppe, seit vielen Jahren zur Verbesserung der Qualität ihrer Tätigkeit unternimmt, so der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Professor Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen. Hierzu gehören die "Therapieempfehlungen" der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Auf deren notwendige Beachtung durch die Vertragsärzteschaft wird bereits in den Arzneimittel-Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen von 1993 hingewiesen.

Soeben ist die erste deutsche evidenzbasierte Leitlinie zur Prophylaxe und Therapie der Osteoporose erschienen. An der Volkskrankheit Osteoporose leiden allein in Deutschland vermutlich vier bis acht Millionen Menschen, davon etwa 80 Prozent Frauen. Eine optimierte Behandlung entsprechend dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand stellt eine besondere ärztliche und gesundheitspolitische Herausforderung dar. Deshalb erschien die Erarbeitung einer derartigen Leitlinie für die hausärztlich tätige Ärzteschaft besonders wichtig.

Osteoporose-Therapie ist ein schwieriges Gebiet, das durch massive Herstellerinteressen und einen expandierenden Gesundheitsmarkt charakterisiert ist, aber auch nicht beliebig simplifiziert, das heißt, nicht in wenigen Kernsätzen kursbuch­artig dargestellt werden kann, so Müller-Oerlinghausen.

Die Leitlinie der Arzneimittelkommission gibt Hinweise zum diagnostischen Vorgehen, das sich am individuellen Osteoporose-Risiko des Patienten orientieren muss. Wichtige Kriterien für die Verordnung von Osteoporose-Medikamenten sind Nachweise zur Verminderung von Osteoporose-bedingten Knochenbrüchen und Belege für ein möglichst geringes Risiko von Arzneimittel-Nebenwirkungen. Gerade jüngere Studien, betonte Müller-Oerlinghausen, weisen auf ein nicht unbeträchtliches Langzeitrisiko der immer noch häufig eingesetzten sogenannten Hormonersatztherapie mit Östrogenen oder Östrogen-Gestagen-Kombinationen hin und erfordern im Einklang mit Empfehlungen des BfArM eine restriktivere und differenziertere Indikationsstellung für deren Verordnung.

Die Therapieempfehlungen “Osteoporose” der AkdÄ repräsentieren den Konsens der jeweiligen Fachmitglieder, der allgemeinmedizinischen Kommissionsmitglieder und des Vorstandes der Arzneimittelkommission und stellen auch eine wesentliche Grundlage für die Erarbeitung der nationalen Versorgungs-Leitlinie Osteoporose dar. Die Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzte­schaft nach Nr. 14 der Arzneimittel-Richtlinien sollen gerade dem nie­dergelassenen “Nicht-Spezialisten” den aktuellen Wissensstand vermitteln.

 



Osteoporose 
Die östrogene Wirksamkeit der Isoflavone, kombiniert mit ihrer Ähnlichkeit in der Struktur mit dem synthetischen Isoflavon, Ipriflavon, ein Oestoporose-Medikament, welches den Knochenverlust bei Frauen in und nach der Menopause verzögert, förderte die Spekulation, daß diese Sojabohnenbestandteile eine positive Auswirkung auf die Knochengesundheit haben könnten. Die geringen Hüftfrakturraten in asiatischen Ländern werden auch oft als epidemiologischer Unterstützung für die Vorteile der Isoflavone zitiert. Obwohl es unwahrscheinlich ist, daß Isoflavone zu der niedrigen Hüftfrakturrate in Asien beitragen, gibt es ermutigende Daten, aus denen hervorgeht, daß Isoflavone die Knochengesundheit fördern.  Studien mit Nagetieren, denen die Eierstöcke entfernt wurden, zeigten ziemlich übereinstimmend, daß Sojaprotein oder individuelle Isoflavone den Knochenverlust fast so wirksam wie Östrogen verzögern. Wichtiger noch, einige kurzfristige Studien, die an Frauen in und nach der Menopause vorgenommen wurden, zeigen, daß die Sojaaufnahme die Knochenmineraldichte (BMD - bone mineral density), insbesondere an der Wirbelsäule, positiv beeinflußt. Diese Untersuchungen verweisen auf die Isoflavone als aktive Komponente des Sojas, da Sojaprodukte mit wenig oder geringeren Mengen an Isoflavonen nicht
wirksam sind. Es ist möglich, daß sogar 90 mg Isoflavon pro Tag erforderlich sein könnte, um einen
maximalen Vorteil zu erzielen. Interessanterweise gibt es Beweise dafür, daß Isoflavone sowohl den Knochenabbau hemmen und die Knochenbildung stimulieren können.


Obst und Gemüse zur Vorbeugung von Krebs und Osteoporose nützlich
Mengen von 400 bis 800 Gramm pro Tag nötig


Paris, 5. Juni (AFP) - Obst und Gemüse helfen, Krebs und Osteoporose  vorzubeugen. Der regelmäßige Verzehr von 400 bis 800 Gramm Obst und Gemüse pro Tag helfe zudem, zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, teilten Wissenschaftler des landwirtschaftlichen Forschungsinstituts (INRA) am Donnerstag in Paris mit. Die Wissenschaftler betonten, dass es beim Verzehr  auf Regelmäßigkeit und Abwechslung ankomme. Anders als bislang angenommen, seien auch tiefgefrorene oder konservierte Produkte durchaus nützlich. Die Wissenschaftler betonten aber auch, dass der Genuss von Obst und Gemüse  Krankheiten nur vorbeugen helfe, sie aber nicht heilen könne. Sie trügen dazu  bei, die ersten Phasen einer Tumor-Entstehung zu verhindern oder zu bremsen.


Grünes Gemüse unterstützt die Osteoprotektion

Nicht nur eine kalziumreiche Ernährung und eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sind wichtig zum Schutz der Knochen. Auch Vitamin K wirkt osteoprotektiv.
Vitamin K ist wichtig für die Synthese der Gamma-carboxylierten Knochenmatrixproteine wie Osteocalcin. Ein Vitamin-K-Mangel ist mit einer erniedrigten Knochenmineraldichte und mit einem erhöhten Risiko für extravertebrale Frakturen assoziiert, berichtet Privatdozent Dr. Stephan Scharla aus Bad Reichenhall (DMW 128, 2003, 946). Eine Vitamin-K-Zufuhr von mehr als 200 Mikrogramm pro Tag sei daher zu empfehlen.
Besonders viel Vitamin K enthalten ist etwa in Persilienblatt: 100 g enthalten 790 µg des Vitamins. Rasch decken kann man den Vitamin-K-Bedarf auch mit frischer Kresse: 100 g enthalten 600 µg Vitamin K. Und: 100 g frischen Schnittlauchs enthalten 570 µg Vitamin K. Mehr als 200 µg des Vitamins pro 100 g enthalten außerdem auch Mangold, frische Zwiebeln, Spinat, Fenchel, Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Chinakohl, Lauch und Linsen. (ikr)
Ärzte Zeitung, 24.07.2003


Osteoporosetherapie im Fokus

n Deutschland sind ca. 4-6 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt, überwiegend Frauen nach der Menopause. Die Erkrankung kann zu erheblichen Einschnitten der Lebensqualität führen. Die Patienten leiden an Rückenschmerzen, häufig stark eingeschränkter Mobilität und haben Angst vor – oftmals weiteren - Frakturen. Was kann man zur Behandlung der Osteoporose tun? PD Dr. med. Andreas Kurth und PD Dr. Peyman Hadji stellten aktuelle Ergebnisse aus klinischen Studien und dem amerikanischen Praxisalltag der Osteoporosetherapie vor.
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Osteoporosetherapie im Fokus

In Deutschland sind ca. 4-6 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt, überwiegend Frauen nach der Menopause. Die Erkrankung kann zu erheblichen Einschnitten der Lebensqualität führen. Die Patienten leiden an Rückenschmerzen, häufig stark eingeschränkter Mobilität und haben Angst vor – oftmals weiteren - Frakturen. Was kann man zur Behandlung der Osteoporose tun? PD Dr. med. Andreas Kurth und PD Dr. Peyman Hadji stellten aktuelle Ergebnisse aus klinischen Studien und dem amerikanischen Praxisalltag der Osteoporosetherapie vor.
PD Dr. med. Andreas Kurth, Leitender Oberarzt an der Orthopädischen Universitätsklinik, Frankfurt/Main: „Die Osteoporose ist eine schnell fortschreitende Erkrankung, vor allem nach dem Eintreten der ersten Wirbelkörper-Fraktur. Um so wichtiger ist eine effektive, schnell wirksame und gut verträgliche Osteoporosetherapie.“ Dr. Kurth stellte die aktuellen Daten der PROTECT-Analyse (Protocare Evaluation of Clinical Therapies) vor(1). Dabei handelt es sich um die erste vergleichende Analyse zur Wirksamkeit von Osteoporose-Therapien respektive Verhinderung von Frakturen anhand einer Krankenkassendatenbank aus dem US-Praxisalltag. Das Ergebnis dieser Analyse zeigt: Risedronat 5mg täglich (Actonel®) senkt das Risiko für nicht-vertebrale Frakturen bei postmenopausaler Osteoporose im Vergleich zur Kontrollgruppe mit Nasal-Calcitonin innerhalb der ersten sechs Behandlungsmonate signifikant um 68%. Bei mit Alendronat 10 mg täglich oder 70 mg pro Woche behandelten Patienten betrug die Reduktion des Risikos nach 6 Monaten 28% im Vergleich zur Kontrollgruppe mit Nasal-Calcitonin. Das Ergebnis war statistisch nicht signifikant.
Unter Einsatz der adminstrativen Abrechnungsdatenbank der Constella Health Services (vormals Protocare Sciences) bewertete diese direkt vergleichende, retrospektive Analyse die Inzidenz nicht-vertebraler Frakturen nach sechs Monaten bei 6.071 Patientinnen, denen Risedronat (5 mg täglich) , Alendronat (10 mg täglich, 70 mg pro Woche) oder Nasal-Calcitonin neu verordnet worden war. Nicht-vertebrale Frakturen wurden als Frakturen von Hüfte, Handgelenk, Oberarm, Becken, Schlüsselbein und Beinen definiert. Die Patientinnen waren mindestens 50 Jahre alt (Durchschnitt 69 Jahre). Patientinnen, denen bereits in den vergangenen sechs Monaten ein Bisphosphonat, Calcitonin Nasenspray oder Raloxifen verschrieben worden war, wurden nicht berücksichtigt.
Eine weitere Analyse der Abrechnungsdatenbank der Constella Health Services bewertete direkt vergleichend, retrospektiv die Inzidenz gastrointestinaler Ereignisse (basierend auf primären ICD-9-Diagnose Codes bei 5169 Patientinnen über 65, denen Risedronat (5 mg täglich) oder Alendronat (Fosamax®) (10 mg täglich, 70 mg pro Woche) neu verordnet worden waren. Das Ergebnis: Nach den ersten 4 Monaten zeigten die Alendronat-Patientinnen ein um 42% signifikant höheres Risiko für gastrointestinale Ereignisse im Vergleich zu Patienten unter einer Risedronat-Therapie auf. (adjustiert für Alter und gastrointestinal bezogene Ereignisse in den 6 Monaten vor Therapiebeginn).(2)
„Beobachtungsstudien bringen zusätzliche Informationen, da die Patienten weniger streng ausgewählt sind und eher der Praxis entsprechen als in klinischen Studien“, so Kurth, „die Ergebnisse helfen dem behandelnden Arzt bei der Auswahl der richtigen Therapie“.Die Ergebnisse der PROTECT – Analyse stehen im Einklang mit den Daten aus klinischen Studien. Die in dieser Analyse über einen Therapiezeitraum von sechs Monaten festgestellte Wirksamkeit in der Frakturreduktion ist konsistent mit den Ergebnissen aus klinischen Studien zu Risedronat, die eine schnelle Risikoreduktion von klinischen Wirbelkörperfrakturen und nicht-vertebralen Frakturen aufgezeigt haben. (1,2,3,4)
PD Dr. Peyman Hadji, geschäftsführender Oberarzt, Klinik für Gynäkologie, Leiter Arbeitsbereich Menopause/gynäkologische Osteologie, Philipps-Universität, Marburg, verwies auf die Bedeutung der Knochenqualität bei der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose.
Was ist Knochenqualität? Frakuturresistenter Knochen bedeutet starker Knochen. Die Knochenstärke ist abhängig von der Knochenmasse und der Knochenqualität. Bisher wurde in der Osteoporosetherapie vor allem darauf geachtet, dass die Knochendichte erhalten bleibt. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Knochendichte allein nicht die Knochenfestigkeit determiniert sondern, dass Aspekte der Knochenqualität wie die Mikroarchitektur, der Knochenumbau und die Materialeigenschaften des Knochengewebes als Hauptfaktoren für die Knochenfestigkeit mehr zur Frakturresistenz beitragen , , , .
Dabei wurde nachgewiesen, dass einige Therapieformen mehrere Faktoren der Knochenqualität beeinflussen, die Knochenstärke bewahren und Frakturen reduzieren.
In der im Frühsommer 2003 vorgestellten Studie „Three-years Treatment with Risedronate Preserves Bone Quality“ wurde gezeigt, dass eine 3-jährige Behandlung mit Risedronat, 5 mg täglich, verglichen mit Plazebo, die Kollagenstruktur und die Mineralkristallinität des trabekulären Knochens erhält. 19 postmenopausale Patientinnen erhielten über einen Zeiraum von drei Jahren entweder Risedronat 5 mg täglich oder Plazebo .
„Kombiniert mit den Ergebnissen vorangegangener Studien, die den Nutzen von Risedronat hinsichtlich der Frakturreduktion und des Erhalts der Mikroarchitektur zeigten , belegen diese Resultate, dass Risedronat Patienten und Ärzten die Möglichkeit zum Schutz der Knochenqualität und Knochenfestigkeit bietet“, erklärte Hadji. Kurths positiver Ausblick: „Frühzeitig diagnostiziert und optimal behandelt ist die Osteoporose heute eine beherrschbare Erkrankung“.

Quelle: Grünwalder Gespräche, November 2003, Procter & Gamble Pharmaceuticals; Aventis 09.01.2004 


Broschüre mit Trainings-Tips
Durch regelmäßiges Körpertraining lassen sich Sturz- und Frakturrisiko verringern. Das ist besonders wichtig für Osteoporose-Kranke, die bereits Frakturen, etwa Wirbel- oder Schenkelhalsbrüche, erlitten haben.

Welche Trainingsarten sind bei Osteoporose geeignet? Wie intensiv sollte das Training sein? Antworten hierauf erhalten Betroffene in der Broschüre "Move it or Lose it - Investieren Sie in Ihre Knochen und bewegen Sie sich!" Verfaßt hat die Broschüre Professor W. Helmut Minne im Auftrag der International Osteoporosis Foundation (IOF).

Erhältlich ist die Broschüre gegen einen mit 1,44 Euro frankierten und vollständig adressierten DIN A4-Rückumschlag beim: Kuratorium Knochengesundheit, Postfach 14 48, 74874 Sinsheim


Chirurgen helfen in der Therapie bei Osteoporose
Nach einer durch Osteoporose ausgelösten Schenkelhalsfraktur sind die Rehabilitationsaussichten miserabel. Darauf haben Orthopäden und Unfallchirurgen auf ihrem ersten gemeinsamen Kongreß in Berlin hingewiesen.
 
Medikamentöse Osteoporose-Therapie ist jetzt einfacher
Die Frakturrate bei Osteoporose-Kranken läßt sich durch Medikamente senken, die entweder den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern oder beides tun.
 
Broschüre mit Trainings-Tips
Welche Trainingsarten sind bei Osteoporose geeignet? Wie intensiv sollte das Training sein? Antworten hierauf erhalten Betroffene in der Broschüre "Move it or Lose it - Investieren Sie in Ihre Knochen und bewegen Sie sich!"
 
Infos zu Therapie und Prävention
"Stabile Knochen - mobiles Leben" heißt ein Buch, das Osteoporose-Experte Professor Reiner Bartl und Ex-Ski-Star Rosi Mittermeier gemeinsam verfaßt haben.
 
Nordic Walking macht fit bei Osteoporose
Bei Osteoporose-Kranken ist das oberste Ziel, die Frakturrate zu senken. Das gelingt nicht nur durch Medikamente, die den Knochenabbau bremsen oder den Aufbau fördern. Auch durch regelmäßiges Training läßt sich die Knochenmasse erhalten oder gar erhöhen und somit das Frakturrisiko senken. Daher lautet das Motto des heutigen Welt-Osteoporose-Tages "Move it or Lose it - Wer rastet, der rostet!".



Osteoporose:
Vitamin D -Mangel der Schwangeren führt zu geringeren Knochenmasse ihrer Kinder im Schulalter
SOUTHAMPTON. Kinder, die im Sommer geboren wurden oder deren Mütter Vitamin-D-Präparate während der Schwangerschaft einnahmen, hatten in einer Studie des britischen Medical Research Council im Alter von neun Jahren eine höhere Knochendichte als andere Kinder. Die jetzt im Lancet (2006; 367: 36-43) publizierten Ergebnisse werfen die Frage einer vermehrten Vitamin-D-Substitution in der Spätschwangerschaft auf.

Vitamin D wird entweder mit der Nahrung aufgenommen oder in der Haut unter dem Einfluss von UV-B-Licht gebildet. Ein Mangel wurde lange Zeit nur bei älteren Menschen vermutet. Neuere Studien zeigen jedoch, dass auch jüngere Menschen unterversorgt sein können, vor allem während der Wintermonate in den nördlichen Ländern. Schwangere haben einen erhöhten Vitamin-D-Bedarf, da sie den Feten mit dem Hormon versorgen müssen, das für die Bildung des Knochens benötigt wird. Nachdem frühere Untersuchungen darauf hingedeutet hatten, dass intrauterine Wachstumsstörungen das Risiko einer späteren Osteoporose erhöhen, hat das Medical Research Council den Zusammenhang in einer Longitudinalstudie untersuchen lassen.

Die Gelegenheit bot eine Kohorte von 198 Frauen, die ihre Kinder den Jahren 1991/92 in einer Klinik in Southampton zur Welt gebracht hatten. In den archivierten Blutproben der Schwangeren bestimmte Cyrus Cooper von der Universität Southampton die Konzentration von 25(OH)-Vitamin D. Die Werte setzte er dann in Beziehung zu den Ergebnissen einer Knochendichtebestimmung mittels DXA (Dual X-ray Absorptiometry) bei den Kindern, die zum Zeitpunkt der Untersuchung neun Jahre alt waren. Für 160 Mutter-Kind Paare lagen komplette Daten vor. Sie ergeben eine signifikant geringere Knochendichte bei den Kindern, deren Mütter einen Vitamin-D-Mangel (< 11 μg/l) aufwiesen.

Die Knochendichte war bei den Kindern nicht so niedrig, dass ein akutes Knochenbruchrisiko bestand. Langfristig könnte der Mangel jedoch das Osteoporoserisiko im Alter beeinflussen. Denn nach allgemeiner Überzeugung bietet eine hohe Knochendichte nach dem Abschluss des Knochenwachstums (Peak bone mass) den besten Schutz vor einer Osteoporose im Alter. Die britische Untersuchung ist die erste, die den Einfluss der Vitaminversorgung während der Schwangerschaft auf die Knochendichte der Kinder untersucht hat.

Die nähere Analyse zeigte insbesondere, dass die Kinder, die während der Sommermonate geboren wurden, und deren Mütter deshalb in der Spätschwangerschaft einer erhöhten UV-B-Exposition ausgesetzt waren, die höchste Knochendichte haben. Ein zweiter Prädiktor war die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Der Vitamin-D-Status der Mutter hatte keinen Einfluss auf Gewicht, Größe oder Kopfumfang der Kinder während der Geburt. Auch das Plazentagewicht wurde nicht unbeeinflusst.

Die Autoren regen eine Vitamin-D-Substitution von Schwangeren an. Sie sei vor allem dann sinnvoll, wenn das letzte Trimenon in die Wintermonate falle. Ob sich die Fachgremien diesem Urteil anschließen, wird von einer Abwägung der Nutzen-Risiko-Relation abhängen. Im idealen Fall sollte zunächst eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt werden, um die Ergebnisse der Beobachtungsstudie zu bestätigen. Britische Experten rieten von voreiligen Vitamin-D-Substitutionen ab. /rme
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT  06.01.2006
Links zum Thema

Abstract im Lancet (nach Registrierung)
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673606679221/abstract