OSTEOPOROSE

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Osteoporose

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OSTEOPOROSE
Definition

Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung des gesamten Skeletts, charakterisiert durch eine Verringerung
der Knochenmasse und Verschlechterung der Gewebsstruktur. Der Knochen verliert an Stabilität und Elastizität.
Infolgedessen nimmt die Brüchigkeit des Knochens zu. In gleichem Maße steigt das Risiko, schon ohne entsprechenden
Sturz o.ä. einen Knochenbruch zu erleiden.Die verstärkte Brüchigkeit kann zu einem langsamen, kaum bemerkten,
"Zusammensintern" des Knochens führen. Im Bereich der Wirbelkörper kann sich dadurch ein sogenannter "Witwenbuckel"
ausbilden, und die Körpergröße nimmt ab.
Formen der Osteoporose
Primäre Osteoporose vom Typ I
Von dieser Art der Osteoporose sind überwiegend Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren betroffen.
Als Hauptursache wird ein Mangel des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen angenommen. Dieser Mangel wird
durch die Hormonumstellung während der Wechseljahre ausgelöst. Daher nennt man diese Form der Osteoporose auch
POSTMENOPAUSALE OSTEOPOROSE.
Durch den Mangel an Sexualhormonen wird das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört.
Dadurch kommt es zum Verlust an Knochenmasse: Die Knochen werden brüchig!
Geschädigt ist zunächst vor allem die schwammartige Struktur - die Spongiosa.
Dies ist der Grund für leicht entstehende Knochenbrüche
-der Wirbelkörper
-der Unterarmknochen (Elle und Speiche)
-der Rippen
-des Oberschenkelhalses
Aufgrund des bekannten Zusammenhanges zwischen dem Mangel an Sexualhormonen nach den Wechseljahren und
der Entstehung dieser Form der Osteoporose sind die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung solcher Knochenbrüche:
-Hormonersatzpräparate
-ausgewogene kalziumreiche Ernährung (und/ oder Ospur® Ca 500/1000 mg Brausetabletten)
-ausreichende Bewegung

Hilfe bei Osteoporose.  
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Primäre Osteoporose vom Typ II
Diese Art der Osteoporose betrifft gleichermaßen Frauen und Männer im Alter von über 70 Jahren. Bei dieser Form der Osteoporose ist neben der schwammartigen Innenstruktur - die Spongiosa - vermehrt auch die
massive Knochensubstanz - die Kompakta - betroffen. Daher kommt es hier vorwiegend zu Brüchen der Röhrenknochen. Betroffen sind vor allem:
-Oberschenkelknochen
-Unterarmknochen
Die Hauptursachen der Osteoporose Typ II sind:
-der natürliche Alterungsprozeß des Knochens (daher nennt man sie auch senile Osteoporose)
-ein Mangel an Kalzium und Vitamin D
-Bewegungsmangel
Gegen den natürlichen Alterungsprozeß der Knochen kann man wenig tun. Jedoch kann ein Mangel an Kalzium und Vitamin D durch eine ausgewogene Ernährung bzw. Einnahme entsprechender Medikamente behoben werden. Achten Sie aber auch darauf,daß Sie Ihre Knochen genügend bewegen: z.B. regelmäßige Spaziergänge.
Sekundäre Osteoporose
Diese Art der Osteoporose betrifft gleichermaßen Frauen und Männer und entsteht auf dem Boden einer anderen
Grundkrankheit. Nur 5 Prozent aller Osteoporosen sind SEKUNDÄRE OSTEOPOROSEN.
Verschiedene Krankheiten können die Ursache einer sekundären Osteoporose sein, so z.B.:
-Überfunktion der Nebennierenrinde
-bestimmte hormonproduzierende Tumoren
-bestimmte Medikamente, die über einen langen Zeitraum eingenommen werden
-Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, die mit einer Nahrungsmittelfehlaufnahme einhergehen
-Schilddrüsenüberfunktion
-übermäßiger Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Kaffee
-lange Bettlägerigkeit
-und viele andere mehr
Die Folgen sind die gleichen wie bei der primären Osteoporose: Es kommt zu häufigen Knochenbrüchen an verschiedenen Knochen.



Was sind die Aufgaben der Knochen?
Neben den zahlreichen inneren Organen, der Muskulatur und der Haut macht das Gesamtskelett mit ca. 15 Prozent Anteil der Körpermasse das drittgrößte Organsystem aus.
Die verschiedenen Knochen des Skeletts geben dem Körper:
-Halt
-Stabilität
Dies wird besonders deutlich an der Wirbelsäule und am Oberschenkelknochen, die die Hauptlast unseres  Körpergewichtes zu tragen haben.
Wie sind die Knochen aufgebaut?
Der Knochen besteht in erster Linie aus Bindegewebe. Es gibt ihm die nötige Elastizität, um sich verschiedenen Belastungen anzupassen.Gleichzeitig muß der Knochen aber auch seine Stützfunktion erfüllen. Deshalb wird in das Bindegewebe Kalzium und Phosphat eingelagert, um den Knochen hart und widerstandsfähig zu machen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Mineralisation. Ein Knochen besteht aus einer festen Außenschicht, der Kompakta. Darunter befindet sich die Spongiosa, ein schwammartiges Gerüst aus fein verzweigten Knochenbälkchen. Im Innern schließlich breitet sich die Markhöhle aus, wo unter anderem die Blutbildung stattfindet.
Knochen leben!
Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen und Funktionen der Skelettanteile gibt es verschiedene Knochenarten.  Grundsätzlich unterscheidet man Röhrenknochen (z.B. Oberschenkel), platte Knochen (z.B. Brustbein) oder lufthaltige Knochen (z.B. Gesichtsschädel).Entgegen der landläufigen Meinung ist der Knochen ein sehr stoffwechselaktives Organ.  Ständig finden Umbauprozesse statt. Dies wird besonders in den Wachstumsphasen bis zur Entwicklung der endgültigen Knochenmasse deutlich. Die Umbauprozesse sind im wesentlichen eine Folge äußerer Einflüsse, wie z.B. Druck- und Dehnungsreize.
Die Aufgabe des Umbaus wird von zwei Arten spezialisierter Zellen übernommen:
-den Osteoklasten, die für den Knochenabbau sorgen
-den Osteoblasten, die den Knochenaufbau besorgen
Der Knochen reagiert also auf mechanische Anforderungen mit einer Anpassung der Knochenstruktur. Im Normalfall stehen Knochenaufbau und Knochenabbau im Gleichgewicht.
Bei Störungen dieses Gleichgewichts (vermehrter Knochenabbau oder verminderter Knochenanbau) kommt es zu Substanzverlusten am Skelett: Der Knochen wird anfällig für Brüche.
Welche wichtigen Hormone wirken auf die Knochen?
1. PARATHORMON
Parathormon wird in den Nebenschilddrüsen gebildet. Es regt insbesondere die Aktivität der Osteoklasten (Knochenabbau) an und setzt Kalzium aus den Knochen frei.
2. CALCITONIN
Calcitonin wird in speziellen Zellen der Schilddrüse produziert und ist der Gegenspieler vom Parathormon. Dem entsprechend hemmt Calcitonin die Aktivität der Osteoklasten und sorgt für den Einbau von Kalzium in den Knochen.
3. VITAMIN D
Es wird zu 60 % vom Körper selbst produziert und zu 40 % mit der Nahrung aufgenommen. Vitamin D ist notwendig für die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Dies geschieht im Magen/Darm-Trakt. Außerdem ist es an der Wirkung des Parathormons beteiligt.
4. ÖSTROGEN
Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon und wird hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet. (Außerdem auch im Fettgewebe). Östrogen sorgt für ein geregeltes Verhältnis zwischen dem Knochenaufbau und dem Knochenabbau.


Der wichtigste Knochenbaustein - Kalzium
Eine Osteoporose entsteht durch das Ungleichgewicht zwischen Knochenabbau und -anbau. Ist es einmal zur manifesten Erkrankung gekommen, so ist in den meisten Fällen nur über eine Behandlung mit Medikamenten eine Besserung zuverreichen.Dabei gilt es, entweder den weiteren Knochenabbau zu bremsen oder den Knochenanbau zu fördern. Betont werden muß, daß jeder Einsatz von Medikamenten durch ausreichende Bewegung unterstützt werden sollte. vErst dadurch wird der Knochen maximal zur Substanzvermehrung veranlaßt.
Kalzium dient zur Mineralisierung des Knochens
Kalzium ist der Grundpfeiler jeder medikamentösen Osteoporose-Behandlung.
Es ist absolut notwendig für die sogenannte Mineralisation des Knochens.
Ein vorhandener Kalziummangel wird ausgeglichen, und gleichzeitig bewirkt die Einlagerung in die Knochengrundsubstanz
eine Stabilisierung der sonst relativ weichen Kollagenbestandteile.
Kalzium ist als Brausetablette, wasserlösliches Granulat, Tablette oder Trinkampulle verfügbar.
Wir empfehlen Ca 500 / 1000 mg Brausetabletten.
Die empfohlene Tagesdosis beim Erwachsenen beträgt 1000 bis 1500 Milligramm. Tatsächlich nehmen wir mit der Nahrung
nur etwa 600 Milligramm pro Tag auf.
Wieviel Kalzium brauchen Sie täglich?
Altersgruppe            Optimale Kalziumzufuhr                    (mg / Tag)
 
Säuglinge                 Geburt bis 6 Monate                            400
                               6 Monate bis 1 Jahr                             600
Kinder                    1 bis 5 Jahre                                         800
                              6 bis 10 Jahre                                       800-1200
Jugendliche und junge Erwachsene
                               11 bis 24 Jahre                                   1200 - 1500
Männer                   25 bis 65 Jahre                                   1000
                               über 65 Jahre                                     1500
Frauen                    25 bis 50 Jahre                                   1000
                              Schwangere und Stillende                    1200 - 1500
                              über 50 Jahre                                      1500
                              über 65 Jahre                                      1500
Quelle: Empfehlungen des National Institutes of Health zur optimalen Calciumversorgung (1994).
Bei gleichzeitiger Einnahme von Flour-, Magnesium-, Eisen-, Teracyclin-(Antibiotikum) und Estramustinpräparaten (Zytostatikum)
sollte mindestens ein Abstand von 2 Stunden eingehalten werden, da ansonsten die Wirksamkeit dieser Mittel beinflußt werden kann.


Risikofaktoren
Die wesentlichen Risikofaktoren einer Osteoporose sind:
-Familiäre Belastung
-Eintritt -der Wechseljahre bei Frauen (insbesondere nach Unterleibsoperationen in jüngeren Jahren)
-Mangel an Kalzium und Vitamin D (Ernährung)
-Bewegungsmangel
-Übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum
-Hoher und regelmäßiger Gebrauch bestimmter Medikamente (z.B. Kortison, Heparin)
-Beschwerden und Zeichen bei der Osteoporose
Wirklich typische Osteoporosebeschwerden gibt es nicht. Die Osteoporose ist eine schleichende Erkrankung. Daher kommt es erst im fortgeschrittenen Stadium zu Beschwerden. Da die ersten Zeichen häufig uncharakteristische Schmerzen des Bewegungsapparates sind, bringt der Patient diese oft nicht mit der ursprünglichen Erkrankung in Verbindung.Alle Beschwerden einer Osteoporose sind im Prinzip die Folgen
von Brüchen, die bereits stattgefunden haben. Diese Knochenbrüche werden nicht unbedingt immer vom Patienten als solche erkannt, da sie oft wenig dramatisch und ohne erkennbare äußere Ursache (wie z.B. ein Sturz) ablaufen. Solche Brüche sind z.B. kleinste Brüche in den Wirbelkörpern, die besonders zu Beginn einer Osteoporose stattfinden können.
Folgende Beschwerden und Zeichen sind typisch:
-Knochenbrüche an Armen, Beinen und Wirbelkörpern aus nichtigem Anlaß (z.B. Stolpern über eine Teppichkante oder ruckartige Bewegungen).
-akute plötzliche Schmerzen, z.B. Rückenschmerzen durch das akute Bruchgeschehen
-Muskelverspannungen z.B. durch Fehlstellung der Wirbelsäule
-Ausbildung eines Rückenbuckels
-Verlust an Körpergröße bis zu 30 cm
-Atembeschwerden durch eingeschränkte Lungenausdehnung
-Verdauungsbeschwerden durch Einengung des Darmes
-Hexenschußartige Beschwerden durch Druck auf Nerven, Empfindungsstörungen der Haut (sehr selten)
Häufig kommen die Patienten mit chronischen und wiederholt auftretenden Rückenschmerzen zu ihrem Hausarzt. Dieser findet dann durch eine Röntgenuntersuchung einen unerwarteten oder älteren Knochenbruch.
 

Vitamin C-Mangel hat sowohl Folgen für das Knochengewebe wie auch das Zahnfleisch. Schwere Zahnfleischerkrankungen sind das klassische Symptom des Skorbut und unterstreichen  die essentielle Bedeutung dieses Vitamins für ein gesundes Zahnfleisch (Kollagenbildung). Am Knochengewebe führt ein Vitamin C-Mangel zur Hemmung der Knochenbildung und


Labornuntersuchungen
1. Osteoporose

Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochendichte, wodurch der Knochen poröser wird. Dadurch steigt das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden. Gefährdet sind insbesondere Frauen nach der Menopause. In Österreich sind etwa 450.000 Frauen über 50 Jahre davon betroffen. Bei diesen ist das Risiko ungleich höher als in der übrigen Bevölkerungsgruppe. Bei Frauen über 70 Jahren liegt das Risiko einer Hüftfraktur sogar um ein mehrfaches höher als das, an Schlaganfall oder Brustkrebs zu erkranken.

2. Diagnose der Osteoporose (verminderte Knochendichte)

Bisher wurde die Diagnose Osteoporose hauptsächlich durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt, wobei man, wenn auch nur kurz, einer gewissen Röntgenstrahlung ausgesetzt ist. Seit neuestem gibt es nun einen Labortest, der es erlaubt, aus dem Harn ein Knochenabbauprodukt zu bestimmen. Es handelt sich dabei um Deoxypyridinolin, abgekürzt DPD. Bei verstärktem Knochenabbau, der zur Osteoporose führt, ist DPD im Harn deutlich erhöht. Für den DPD-Osteoporose-Test werden 10 ml des ersten Morgenurins benötigt. Er sollte möglichst rasch im Laboratorium zur Analyse abgegeben werden. Der Harn sollte außerdem vor Lichteinwirkung geschützt, daher in einer braunen Flasche transportiert werden (kleine braune Harnflaschen können von unserem Laboratorium jederzeit kostenlos zur Verfügung gestellt werden).



Ernährung mit Antioxidantien

Neben Medikamenten ist die Lebensführung einschließlich gesunder Ernährung in der Postmenopause entscheidend für die Vermeidung einer Osteoporose.

Getrocknete Pflaumen scheinen hierfür dank hohem Gehalt an Isoflavonen, Sauerstoffradikalfängern und Spurenelementen besonders geeignet, wie sich im Tiermodell zeigte. Nun erhielten 58 Frauen ohne HRT in der
Postmenopause 3 Monate lang täglich 100 gr getrocknete Pflaumen (12 Stück) oder 75 gr getrocknete Äpfel. Nach 3 Monaten waren unter Pflaumen nicht aber unter Äpfelndie Serumspiegel von IGF-1 und knochenspezifischer AP signifikant höher. Dies spricht für intensivierten Knochenaufbau, während die Marker für Knochenabbau in Serum und Urin unverändert blieben.Östrogenähnliche Effekte fanden sich bei der Bestimmung der Sexualhormone und an der Vaginalschleimhaut nicht.   Arjmandi et. al.J Womens Health gend based med 11 (2002) 61-68


GEMEINSAME FUNKTION UND MOBILITÄT
Gesunder Knorpel ist in allen Gelenken des Körpers wichtig. In den Gelenken wie den Knien, den Ellbogen den Fingern, dient Knorpel als das harte dennoch flexible schwammige Gewebe, das zur Elaszitität fähig ist, und Weichheit und Gelenkschmierung sicher stellt. Gelenk-Knorpel ist in einem konstanten Zustand des Wachstums, der Reparatur und des Enzym verursachten Zusammenbruches. Der Knorpel in unseren Gelenken besteht aus vier grundlegende Substanzen: Kollagen, Proteoglycans, und spezielle Zellen genannt Chondrocytes und Wasser. Kollagen ist ein sehr wichtiges strukturelles Protein und ein Hauptbestandteil des Knorpels. Proteoglycans sind Gewebe in unserem Knorpel, die großen Moleküle, die aus Protein- und Zuckerbestandteilen bestehen, die Wasser enthalten. Dies ergibt die gute Schmierung für Mobilität und Bewegungsfreiheit. Wenn nicht ausreichendes " Wasservorrat" -Gewebe (proteoglycans) vorhanden ist, verliert    unser Knorpel seine Fähigkeit, Schläge aufzufangen. Er wird anfälliger für Brechen und Abbau. Selbstverständlich führt dies zu Mangel an gemeinsamer Mobilität und zu Unannehmlichkeit. 
Die Chondrocytes sind Minizellen, die neues Kollagen und Proteoglycans produzieren unm den Bedarf zu decken.. Wenn das Kollagen und die Proteoglycans altern, schaffen diese Minizellen ErzeugnisenzymeRaum für gesuenderes und jüngeres Kollagen und Proteoglycans.


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Dieses Buch birgt eine revolutionäre Neuigkeit im Bereich der Therapie von Arthrose: Anstatt mit immer stärkeren Medikamenten die Schmerzen zu unterdrücken und im schlimmsten Fall die zerstörten Gelenke operativ durch künstliche zu ersetzen, wird in den USA mit großem Erfolg und ohne Nebenwirkungen die tatsächliche Ursache bekämpft. Glucosamine und Chondroitinsulfat sind chemische Substanzen, die im Knorpel selbst vorkommen. Sie können die körpereigenen Stoffe ersetzen, den Zerfall der Knorpelmasse stoppen und zur vollständigen Regeneration führen. Begleitend durchläuft der Arthrose-Patient einen individuellen 9-Stufen-Plan, der in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Therapie wirkungsvoll unterstützt. Dieser Band dient Arzt und Patient zur ausführlichen und kompetenten Information.

 


Ausmaß und Folgen der Osteoporose weit unterschätzt

Erhebliches Mortalitätsrisiko durch Frakturen

Die Osteoporose ist eine in ihrem Ausmaß und ihren Folgen weit unterschätzte und daher aus therapeutischer Sicht stark vernachlässigte Erkrankung. Das bezahlen nicht nur die Patienten mit erheblicher Morbidität und Mortalität, sondern auch die Allgemeinheit mit enormen Kosten für die Folgekomplikationen. Die Professoren Jean-Yves Reginster von der Universität Lüttich und Pierre Delmas vom Hospital E. Herriot in Lyon belegten dies mit Zahlen.

Allein in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien leiden nach neuesten Schätzungen etwa 12 Millionen Menschen an Osteoporose. Von den 60- bis 70jährigen Frauen ist jede dritte betroffen, ab dem 80. Lebensjahr sind sogar zwei Drittel der Frauen daran erkrankt. Und obwohl die Osteoporose primär eine Erkrankung von Frauen in der Postmenopause ist, sind von ihr schätzungsweise mindestens auch 20 Prozent der Männer betroffen.

Etwa 400 000 Frauen in Europa ziehen sich jährlich eine Osteoporose-bedingte Hüftfraktur zu und es wird erwartet, daß sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppelt, wie Reginster betonte. Diese Komplikation ist nicht nur teuer - in England werden dafür beispielsweise jährlich 1,4 Milliarden Dollar aufgewendet - sie ist auch mit einer erheblichen Einbuße an Lebensqualität und einem deutlich erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden. "Trotz dieser alarmierenden Zahlen wird in Europa nicht einmal jeder vierte Patient behandelt", gab Reginster zu bedenken.

Osteoporose wird, wie eine Befragung ergeben hat, nicht als ernste Erkrankung wahrgenommen, obwohl die jährliche Inzidenz osteoporotischer Frakturen mit 1,5 Millionen Fällen deutlich höher liegt als die der KHK und des Myokardinfarkts mit 513 000 Fällen, des Schlaganfalls mit 228 000 Fällen, und des Brustkrebses mit 184 300 Fällen, berichtete Delmas. Eine Untersuchung in der Schweiz hat ergeben, daß Osteoporose-bedingte Frakturen eine höhere Krankenhausverweildauer pro Jahr (701 000 Tage) nach sich ziehen als etwa Schlaganfälle (533 000 Tage), Myokardinfarkte (328 000 Tage) oder Brustkrebs (201 000 Tage).

Und auch das Mortalitätsrisiko durch Osteoporose-bedingte Frakturen ist vielfach höher als angenommen: So ist das Lebenszeitrisiko einer 50jährigen Frau, an einer Hüftfraktur zu sterben mit 2,8 Prozent so groß wie bei Brustkrebs und größer als bei Endometriumkrebs (0,7 Prozent). Eine europäische Untersuchung bei älteren Frauen hat außerdem ergeben, daß die Mortalitätsrate bei Hüftfrakturen vergleichbar der bei Schlaganfällen ist. Auch hinsichtlich der Kosten ist die Osteoporose ein gewichtiger Faktor. Es ist berechnet worden, daß in Europa und den USA jedes Jahr 30 Milliarden Dollar dafür ausgegeben werden. Das ist mehr als das, was in Europa und den USA zusammen für die Behandlung einer Herzinsuffizienz aufgewendet wird. Ärzte Zeitung, 09.01.2003


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Schwangerschaftsassoziierte Osteoporose – eine häufig unerkannte Erkrankung

Das Sprichwort „Jede Schwangerschaft kostet die Mutter im Alter einen Zahn“ umschreibt vereinfacht einen Sachverhalt, der auf erhebliche Veränderungen des Calcium-Stoffwechsels während der Schwangerschaft und auch der Stillzeit zurückzuführen ist. Diese Veränderungen können bei einer noch unbekannten Zahl von Patientinnen so weit gehen, dass es zu einer massiven Osteoporose mit Knochenbrüchen kommt, die häufig zunächst nicht erkannt werden.

Warum wird in der Schwangerschaft der Calcium-Stoffwechsel so stark belastet?

Zum Aufbau und zur Mineralisation des Skeletts des Ungeborenen ist eine große Menge Calcium notwendig. Insgesamt wird im Laufe einer Schwangerschaft ca. 30 g Calcium von der Mutter an das Kind übertragen. Wäre der mütterliche Knochen die einzige verfügbare Calcium-Quelle, würde das mütterliche Skelett pro Schwangerschaft ungefähr 3 % der gesamten Knochenmasse verlieren.

Ebenso stellt die Stillzeit eine erhebliche Belastung für den mütterlichen Calcium-Stoffwechsel dar, denn die Milchproduktion der voll stillenden Mutter beträgt im 3. Monat nach der Geburt 600ml/Tag (entsprechend 168mg Ca++/Tag) und im 6. Monat nach der Geburt bereits 1 l/Tag (entsprechend 280mg Ca++/Tag). Auch hier würde das mütterliche Skelett schätzungsweise 4 % -6% an Mineralsalz verlieren, wenn keine anderen ausgleichenden Mechanismen existierten. Um diesem enormen Bedarf gerecht zu werden, versucht der Körper, vermehrt Calcium über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und auch der Anstieg bestimmter Hormone in der Schwangerschaft (Östrogene, Vitamin D und Androgene) wirkt sich schützend auf den Knochen der Mutter aus.

Dennoch konnten wir in einer laufenden Studie nachweisen, dass es während der Schwangerschaft zu einer vorübergehenden Verminderung der Knochendichte kommt. Wenn jedoch zusätzliche Risikofaktoren hinzukommen (erbliche Belastung, Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen, Magersucht, Magen-Darmerkrankungen, Leber- und Gallenwegserkrankungen sowie die chronische Einnahme von Kortison, Heparin oder Epilepsie-Medikamenten) könnte dies das Auftreten einer schwangerschaftsassoziierten Osteoporose begünstigen. Das Auftreten der Erkrankung ist mit 0,4 Fällen pro 100.000 Schwangeren wahrscheinlich viel zu gering angegeben, da Rückenschmerzen zum Ende der Schwangerschaft meist als normal angesehen werden und keine weitere Abklärung erfolgt. Außerdem ist das Krankheitsbild viel zu unbekannt, zumal bisher nur ca. 100 Fälle in der Fachliteratur veröffentlicht wurden. Von einer hohen Dunkelziffer ist somit auszugehen.


Wie sehen die Beschwerden aus, wie kann diagnostiziert werden?

Klinisch klagen fast alle Patientinnen mit einer Schwangerschafts-Osteoporose mit Brüchen über heftige, akut einsetzende Rücken- oder Hüftbeschwerden, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft oder zu Beginn der Stillzeit. Des Weiteren fällt den Patientinnen manchmal eine Abnahme der Körpergröße auf. Das Auftreten von Brüchen wird durch die zunehmende mechanische Belastung im Verlauf der Schwangerschaft noch verstärkt. Da die Frauen oft nicht mehr in der Lage sind, ihre Kinder adäquat zu versorgen, resultieren psychische, soziale und partnerschaftliche Konflikte.

Die Diagnose von Brüchen erfolgt mittels Röntgenaufnahme nach der Geburt bzw. MRT noch während der Schwangerschaft. Eine Knochendichtemessung kann mit der Standardmethode, dem DXA-Verfahren, durchgeführt werden. Zwar kommt es bei einer DXA-Messung nur zu einer Belastung des Ungeborenen von schätzungsweise 30µGy (dies entspricht nur ca. 5 % der Strahlung, die das Kind während einer Schwangerschaft durch allgemeine Umwelteinflüsse erfährt), trotzdem ist der Einsatz während der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden. Als alternatives Verfahren steht mit dem quantitativen Ultraschall (QUS) eine röntgenstrahlenfreie Methode zur Verfügung, mit der eine ebenso gute Frakturvorhersage wie bei der DXA-Methode möglich ist.

Was kann man tun?

Vorbeugend stehen die knochenstoffwechselgesunde Ernährung, der „gesunde“ Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Aktivität und die Vermeidung von Genussmitteln (z.B. Kaffee, Nikotin) im Vordergrund. Die Einnahme von 1-2g Ca2+ pro Tag sowie die zusätzliche Gabe von Vitamin D (800IU) wird diskutiert, wenn Heparin in der Schwangerschaft gegeben wird.
Beim Auftreten der Schwangerschafts-Osteoporose erfolgt eine individuelle Therapieentscheidung. Ein standardisiertes Therapieregime existiert nicht. Bei fortgeschrittener Schwangerschaft und manifester Osteoporose ist unter Umständen eine Schwangerschaftsbeendigung per Kaiserschnitt zu erwägen. Neben physikalischen Maßnahmen (Krankengymnastik) ist nach unseren Erfahrungen eine hochdosierte Vitamin-D- und Calcium-Zufuhr (800 IU Vitamin D und 2g Calcium pro Tag) angezeigt. Nach der Geburt sollte die Osteoporosepatientin in jedem Fall abstillen, bei schwerer Erkrankung wurde auch neben den bereits erwähnten Maßnahmen unter einer sicheren Empfängnisverhütung Bisphosphonat mit Erfolg eingesetzt.

Wie kann man mehr Klarheit in dieses Krankheitsbild bringen?

In der wissenschaftlichen Literatur sind bislang nur Einzelfälle beschrieben, es fehlen jedoch dringend systematischen Übersichtsarbeiten. So beruht die Diagnostik und Therapie meist nur auf persönlichen Erfahrungen von Einzelfällen. Daher haben wir, die Frauenklinik der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit Prof. H. Minne (Bad Pyrmont), uns entschlossen, das „Deutsche Referenzzentrum für schwangerschaftsassoziierte Osteoporose“ zu gründen. Zielsetzung ist es, eine genauere Vorstellung über die Erkrankungshäufigkeit in Deutschland zu erhalten, die Regenerationsmechanismen des Knochenstoffwechsels zu erfassen und zu versuchen, Risikofaktoren zu ermitteln, die es erlauben, frühzeitig einschreiten zu können.
Sollten Sie oder jemand in Ihrem Umfeld an einer schwangerschaftsassoziierten Osteoporose erkrankt sein, so würden wir uns freuen, wenn Sie uns unter der Telefonnummer 06421/2864551 kontaktieren würden. Im ersten Schritt würden wir mit Ihnen Ihre Krankengeschichte und Ihre Risikofaktoren erheben, um sie anonym und systematisch auszuwerten. Nur so sind wir in der Lage, relevante Risikofaktoren zu erheben, um später im zweiten Schritt Patientinnen ausreichend beraten und therapieren zu können.
14.10.2004 Infos für Ärzte   http://www.journalmed.de

Rückfragen:
Priv. Doz. Dr. med. P. Hadji und Dr. med. L. Hellmeyer
Arbeitsbereich Gynäkologische Endokrinologie
und Osteologie, Reproduktionsmedizin
Klinikum der Philipps-Univesität Marburg
hadji@med.uni-marburg.de

Quelle: Deutsches Refernzzentrum für schwangerschaftsassoziierte Osteoporose
 

Brokkoli und Lauch: Gut für die Knochen

Mannheim (dpa) - Die Knochendichte lässt sich nicht nur mit Milchprodukten stärken. Auch bestimmte Gemüsesorten enthalten das für den Knochenaufbau wichtige Kalzium. Dazu zählen Brokkoli, Lauch, Sellerie und Zwiebeln, so die Gesundheitsinitiative «5 am Tag» in Mannheim, die unter Schirmherrschaft des Bundesernährungsministeriums steht. Auch Nüsse und Mandeln zählen demnach zu den kalziumreichen Lebensmitteln. Reich an Kalzium seien Spinat, Kresse, Fenchel und Grünkohl. Auch dieser Mineralstoff diene dem Knochenaufbau. Wichtig ist der Initiative zufolge außerdem, viel Obst und Gemüse mit Vitamin C und K zu essen. Dadurch werde die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung unterstützt. Nach aktuellen Studien aus den USA und Nordirland wirkt sich ein hoher Obst- und Gemüseverzehr positiv auf die Knochendichte von Mädchen aus. Wenn schon in jungen Jahren viel Knochenmasse aufgebaut und dies mit regelmäßiger Bewegung kombiniert wird, lässt sich der altersbedingte Knochenschwund (Osteoporose) herauszögern, heißt es. Donnerstag, 13. Januar 2005


Dauerhafter Säureüberschuss schadet der Knochengesundheit
Die „Übersäuerung“ des Organismus und ihre Folgen für die Gesundheit sind nach wie vor kontrovers. Die Schulmedizin interessiert sich vornehmlich für die akute Azidose. Diese ist lebensbedrohlich, jedoch eher selten und allenfalls bei Diabetes oder nieren- und lebererkrankten Patienten zu finden. Die Komplementärmedizin dagegen richtet ihr Augenmerk auf die sich schleichend einstellenden Gesundheitsfolgen durch eine latente Azidose. Aktuelle Studien bestätigen, dass ein chronischer Säureüberschuss mit negativem Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt Auswirkungen auf die Knochengesundheit haben kann.
So zeigt eine jüngste Studie aus Irland mit Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren, dass eine positive Beeinflussung des Säure-Basen-Status durch eine vitalstoffreiche und damit basisch orientierte Ernährung positiven Einfluss auf die Knochendichte schon im Jugendalter hat. Zwei andere Studien zeigen, dass eine kaliumreiche und eiweißarme Ernährung den Knochendichteverlust bei Frauen in den Wechseljahren verringert. Nach den Studien ist anzunehmen, dass eine latente Azidose entsteht, weil die Säuremenge, die durch die Verstoffwechselung einer üblichen westlichen Ernährung in den Blutkreislauf abgegeben wird, größer ist als die Menge an gleichzeitig freigesetzten Basen. Wie Bikarbonat aus dem Abbau des Kaliums aus Obst und Gemüsen.

Der gesunde Säure-Basen-Haushalt
verfügt über eine 20 Mal größere Menge an Basen als Säuren. Dieses Verhältnis hat eine große Bedeutung für die Funktion von Eiweißen, der Durchlässigkeit von Zellmembranen, die Verteilung von Elektrolyten sowie für den Transport von Nähr- und Entsorgung von Abfallstoffen über das so genannte lockere Bindegewebe (Mesenchym). Damit diese Aufgaben reibungslos funktionieren, hält das körpereigene Puffersystem den ph-Wert des Blutes sowie den des extra- und intrazellulären Raumes in engen Grenzen. Die Regulation des Säuren-Basen-Gleichgewichtes erfolgt zum größten Teil über die Puffereigenschaften des Blutes. Ein Norm-PH-Wert des Blutes zeigt deshalb nicht unbedingt einen kerngesunden Säure-Basen-Status. Es zeigt lediglich, dass die Pufferkapazität noch ausreicht.

Dauerhafte Säurezufuhr zerstört einen ausgeglichenen Säure- Basen-Status und fördert eine Stoffwechselstarre
Die dauerhafte und intensive Zufuhr von Säuren zehrt den Schutzwall des Puffersystems langsam auf. Der Organismus verliert dann über die Lebensjahre zunehmend seine Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren und auszuscheiden. Säuren, die nicht neutralisiert werden können, werden zunächst im kollagenen Bindegewebe gepuffert. Das Bindegewebe verschlackt zunehmend. Die lebensnotwendigen Stoffwechselfunktionen im Bindegewebe zur Entgiftung und Regeneration der Organzellen verlangsamen bis zur Erstarrung. Der Abtransport von sauren Stoffwechselprodukten aus den Zellen und ihre Versorgung mit Kalium werden behindert. Kaliummangel etwa in den Nervenzellen verringert das Ruhepotential der Nerven, wir reagieren im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“. Durch die „Stoffwechselstarre“ verliert das Bindegewebe an Elastizität. Gelenkknorpel und Bandscheiben können dann insbesondere bei ungewohnter körperlicher Belastung leichter beschädigt werden. Und nicht zu letzt ist bekannt, dass eine saures Zellmilieu eine Mutation der genetischen Informationen im Zellkern begünstigt – bekanntlich der Beginn von unkontrolliertem Zellwachstum bis hin zum Krebs.
Ist das „Zwischenlager“ des Bindegewebes “voll“, kommt es zu einer vermehrten biochemischen Kompensation des Säureanfalls durch Calcium aus der Knochenmatrix. Jede kundige Hausfrau weiß, dass hässliche Kalkflecken auf den Badezimmerfliesen mit Säure entfernt werden können. Dann liegt es nahe, dass auch die nützlichen Kalkeinlagerungen im Knochen durch Säuren entfernt werden. Die Osteoporose ist damit nicht im Wesentlichen eine Östrogenmangelkrankheit, sondern ein Calciummangel in Folge einer Säureüberlastung. Eine ausreichende Zufuhr von Calcium durch geeignete Ernährung beugt einer Entmineralisierung der Knochen vor.

Basentherapie bei latenter metabolischer Azidose
Bei einer länger vorhandenen latenten Azidose, die nur durch eine entsprechende labortechnische Blutuntersuchung diagnostiziert werden kann, hilft eine entsprechende Basentherapie. In der Regel reicht es, das Bikarbonat-Puffersystem aufzufüllen. Je nach Grad der Säurebelastung reichen die Therapien von der intravenösen Behandlung mit Infusionen bis zu oralen Therapie mit Basenpulvern oder Mineralstofftabletten. Sehr gezielt arbeiten magensaftresistente Präparate (bicaNorm®), die das Bicarbonat erst nach der Magenpassage im Dünndarm freigeben und damit eine besonders effektive Wirksamkeit im Stoffwechsel entfalten. Fehlt der magensaftresistente Überzug, so wird das Bikarbonat schon im Magen durch die Magensäure weitgehend zu Kohlendioxid versetzt. Dadurch wird nicht nur die Magenverdauung gestört. Auch die antibakterielle Wirkung der Magensäure wird geschwächt und gewährt Bakterien und Pilzen ungehinderten Eintritt in den Darm. In einigen schwerwiegenden Fällen konnten durch die Einnahme solcher „nicht-magensaftresistenter“ Produkte das Auftreten von Rissen in der Magenwand, so genannter „Magenrupturen“ beobachtet werden.

Ursachen der latenten Azidose
Der Anteil der Ernährung an der „Übersäuerung“ des Stoffwechsels ist umstritten. Sicher ist allerdings, dass die Hauptursache für eine latente Azidose ein hoher Verzehr von Proteinen ist. Mit der üblichen eiweißreichen Durchschnittsernährung wird der Organismus täglich mit einem Säureüberschuss von 50 – 100 mmol belastet. Der Hauptanteil unserer Mahlzeiten besteht nämlich meist aus säurebildenden Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Fast Food, Weißmehl, pasteurisierten Säften, kohlensäurehaltigen Softdrinks, Zucker, Kaffee, Schwarztee, Brot und Alkohol. Nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung besteht aus Basenbildern wie Obst, Gemüse, Kräutern und stillem Mineralwasser. Mangelnde körperliche Aktivität führt durch eine unzureichende Durchblutung der Muskulatur zum Sauerstoffmangel, der den anaeroben Stoffwechsel aktiviert und dadurch Milchsäure bildet. Schließlich können chronische Erkrankungen der Lunge, Niere und Leber die Ausscheidung für Säuren behindern.

Nach der Therapie kann man vorbeugen
Hat eine gründliche Diagnose die Ursachen einer latenten Azidose festgestellt, lässt sich eine Therapie schnell und wirksam durchführen. Nach der Therapie kann jeder vorbeugen. Die Umstellung der Ernährung ist die wichtigste Maßnahme für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte bilden Basen, Fleisch dagegen Säuren. Das bedeutet nicht, dass man vollständig auf Fleisch oder Kaffee verzichten muss. Eine Faustregel lautet: viermal soviel basenbildende Lebensmittel auf den Speisenplan setzen wie säurebildende. Der Hausarzt oder eine Ernährungsberatung hilft bei der Zusammenstellung eines basisch ausgerichteten Speiseplans. 27.10.2005 Infos für Ärzte   Quelle: Fresenius    http://www.journalmed.de


Rezepte für knochengesunde Ernährung
NEU-ISENBURG (ikr). Am kommenden Freitag, dem 20. Oktober ist Welt-Osteoporose-Tag. In diesem Jahr geht es hauptsächlich um knochengesunde Ernährung nach dem Motto "Bone Appetit". Hierzu stellen die Bundestagsköche ihre Rezepte im Internet vor.
Im Auftrag des Kuratorium Knochengesundheit werden Köche des Bundestages eine Woche lang versuchen, Parlamentariern mit knochengesunder Kost Appetit auf einen gesunden Bewegungsapparat zu machen. Die Rezepte können ab morgen im Internet abgerufen werden: www.osteoporose.org.
Ein weiteres Service-Angebot zum Welt-Osteoporose-Tag ist eine Neuauflage der "Osteoporose-Empfehlungen für die Praxis". Diese orientiert sich an der aktuellen Osteoporose-Leitlinie des Dachverbandes Osteologie.
Erhältlich sind außerdem ein Osteoporose-Patientenpaß zur Verbesserung der Compliance, der Patientenflyer "Osteoporose - richtig erkennen, individuell behandeln" mit Hinweisen zu den wichtigsten Risikofaktoren sowie ein Ernährungsflyer mit Tips für gesunde Knochen.
Alle Service-Angebote können gegen Versandkosten bestellt werden unter www.osteoporose.org, Ärzte Zeitung, 16.10.2006